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Fr, 25.05.2012
pte20080326012 Unternehmen/Finanzen, Handel/Dienstleistungen
Investmentbanken stehen vor weiterem Desaster
Erwartung von Quartalszahlen an Spannung kaum zu überbieten
New York/Frankfurt (pte012/26.03.2008/10:51) - Die von der Finanz- und Kreditkrise heimgesuchten Investmentbanken dürften Analysten zufolge in ihren Ergebnissen zum ersten Quartal erneut vor einem Desaster stehen. Mit Spannung wird die Bekanntgabe der Zahlen von US-amerikanischen Instituten Anfang April erwartet. Die europäischen Häuser werden wenig später folgen. Wie das Wall Street Journal berichtet, erwarten die europäischen Banken das schwächste Quartalsergebnis seit fünf Jahren. "Die Märkte sind derzeit praktisch tot bzw. funktionieren nur sehr schleppend", bestätigt Johannes Mattner, Analyst der Raiffeisen Zentralbank http://www.rzb.at , im Gespräch mit pressetext. Dem Datenanbieter Dealogic zufolge würden die Unternehmen im ersten Quartal dieses Jahres gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr nur die Hälfte an Gewinn und damit das schwächste Ergebnis seit 2003 verbuchen können. Die Deutsche Bank hat heute, Mittwoch, bekannt gegeben, dass ihr Gewinnziel von 8,4 Mrd. Euro vor Steuern bei einer stärkeren Eintrübung des wirtschaftlichen Umfelds als bisher prognostiziert gefährdet ist. Die schwierigen Bedingungen an den Kapitalmärkten hätten zu Besorgnis in der wirtschaftlichen Entwicklung und niedrigeren Geschäftsvolumina als erwartet geführt. Auf die Buchwerte einiger Portfolios, Kredite und Kreditzusagen im Bereich Leveraged Finance seien Abschreibungen vorzunehmen. "Ebenfalls verfügt die Schweizer UBS über sehr hohe Risikopositionen, davon allein rund 27 Mrd. Euro auf Subprime. Entsprechend ist auch hier kein schöner Anblick zu erwarten", meint Mattner gegenüber pressetext. An der Wall Street geht man unterdessen weiterhin davon aus, dass derzeit erst die Spitze des Eisbergs zu sehen ist. Die Vorkommnisse bei den Investmentbanken äußern sich durch bisher bereits 34.000 abgebaute Stellen. Branchenkenner kommen zu der Ansicht, dass der Jobabbau mit rund 70.000 weiteren Posten auf über 100.000 Arbeitsplätze steigen wird. Damit hätte die anhaltende Krise schwerwiegendere Folgen als das Platzen der Internet-Blase 2001 als rund 90.000 Jobs gestrichen wurden. Für Furore an den weltweiten Börsen hatte auch die Übernahme-Offerte der vor dem Bankrott stehenden US-Traditionsbank Bear Stearns durch die Großbank JPMorgan Chase gesorgt (pressetext berichtete: http://pte.at/pte.mc?pte=080318014 ). Nach massiver Kritik durch die Großaktionäre an dem zu geringen Kaufpreis wurde das Angebot von zwei auf zehn Dollar je Aktie verfünffacht. Das Mergers-and-Acquisitions-Geschäft hat sich in den ersten drei Monaten des Jahres stark stagnierend gezeigt. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum verringerte sich das Volumen in dem Bereich von 255 um 140 Mrd. Dollar. Die diesjährige Top-Bank im M&A-Bereich, Merrill Lynch, verwaltete im ersten Quartal eine Summe von 36,4 Mrd. Dollar. Im Gegensatz dazu betrug das Volumen der Top-M&A-Bank im ersten Vorjahresquartal, Morgan Stanley, 93,9 Mrd. Dollar. "In den Quartalszahlen von Merrill Lynch sind abermals erhöhte Abschreibungen zu erwarten, die auf weiterhin hohe Risikobestände zurückzuführen sind. Ähnliches dürfte auch auf die Investmentsparte Citigroup zukommen", so Mattner abschließend. (Ende)
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