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pte20080321017 Unternehmen/Finanzen, Computer/Telekommunikation
3Com-Übernahme: Bain Capital steigt aus
Sicherheitsbedenken konnten nicht ausgeräumt werden
Malborough/Boston (pte017/21.03.2008/13:50) - Die Übernahme des US-Technologieunternehmens 3Com http://www.3com.com durch Huawei und Bain Capital ist endgültig geplatzt. Bereits im Februar sahen sich die beiden Interessenten mit Sicherheitsbedenken der USA konfrontiert und zogen daraufhin einen Antrag an das Committee of Foreign Investment in the US (CFIUS) zurück. Nun hat das Private-Equite-Unternehmen Bain Capital http://www.baincapital.com seine Übernahmevereinbarung ebenfalls zurückgenommen. Eine Zustimmung des CFIUS sei nicht zu erwarten, so die Begründung des Unternehmens. Nachdem das erste Ansuchen zurückgezogen wurde, suchten die drei Unternehmen nach weiteren Möglichkeiten, um die Sicherheitsbedenken in den USA zu zerstreuen und die Akquisition zu ermöglichen. Erst Ende Februar planten 3Com, Huawei und Bain Capital laut Medienberichten, ein neuerliches Ansuchen einzureichen. Dieses hätte vorgesehen, Huaweis Zugang zu einigen der wichtigsten US-bezogenen Netzwerk-Produkten einzuschränken. Denn innerhalb der USA mehrten sich kritische Stimmen, die die mögliche Nähe des Netzwerkausrüsters Huawei zur chinesischen Regierung als Sicherheitsrisiko einstuften. 3Com stattet unter anderem das US-Militär mit Sicherheitssoftware aus. Trotz bisheriger Schwierigkeiten plante 3Com, seine auf heute, Freitag, verschobene Hauptversammlung abzuhalten. Auf dieser sollte den Aktionären nahegelegt werden, für die Übernahme durch Huawei und Bain Capital zu stimmen. Zugleich gestand 3Com aber ein, dass man sich bislang auf keine Alternative einigen konnte, die die Zustimmung des CFIUS erhalten hätte können und gleichzeitig für den 3Com-Vorstand akzeptabel gewesen wäre. Laut einem Bericht der Financial Times teilte Bain Capital seinerseits mit, man habe 3Com mehrere Vorschläge präsentiert, die auch die Zustimmung des CFIUS erhalten hätten. 3Com kritisiert nun, dass der Ausstieg von Bain Capital ungerechtfertigt sei und will nun eine in der Übernahmevereinbarung festgelegte Gebühr in Höhe von 66 Mio. Dollar einheben, die im Fall eines Verhandlungsabbruches fällig sei. Huawei wollte die geplatzte Übernahme bislang nicht kommentieren, betont jedoch weiterhin, keine Beziehungen zur chinesischen Regierung zu unterhalten. Für einen Gesamtpreis von 2,2 Mrd. Dollar hätte Huawei künftig 16,5 Prozent an 3Com gehalten, die restlichen Unternehmensanteile wären in den Besitz von Bain Capital übergegangen. (Ende)
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