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pte20080321011 Unternehmen/Finanzen, Computer/Telekommunikation
Palm steckt in Verlustzone fest
Verfehlte Erwartungen setzen Aktie zu
Sunnyvale (pte011/21.03.2008/12:00) - Der angeschlagene Smartphone-Hersteller Palm http://www.palm.com schreibt weiter rote Zahlen. Wie das Unternehmen gestern, Donnerstagabend, nach US-Börsenschluss bekannt gegeben hat, muss auch für das abgeschlossene dritte Quartal ein Nettoverlust in Mio.-Höhe ausgewiesen werden, der Umsatz ging weiter zurück. Palm verfehlte mit seinen Ergebnissen die Erwartungen der Analysten, der Aktienkurs des Unternehmens brach im nachbörslichen Handel um mehr als vier Prozent ein. "Die Aktie zeigt einen Abwärtstrend, auch die Marktteilnehmer schätzen die Aussichten demnach nicht gut ein. Was fehlt, ist ein positiver Anlass, der den Kurs steigen lassen könnte", so Erste-Bank-Analyst Hans Engel gegenüber pressetext. Vorerst sei jedoch keine Besserung in Sicht. Dank starker Verkaufszahlen des Smartphones "Centro", das seit vergangenen Herbst am US-Markt erhältlich ist, erreichte Palms Smartphone-Absatz im dritten Quartal einen neuen Rekordstand von 833.000 Stück (plus 13 Prozent). Laut Palm-CEO Ed Colligan hat Centro zum erfolgreichsten Smartphone-Verkaufsstart in der Unternehmensgeschichte geführt. Die Kundenbasis hätte durch das preisgünstige Smartphone-Modell deutlich erweitert werden können. Über 70 Prozent der Centro-Käufer wären demnach Umsteiger, die bislang ein einfaches Mobiltelefon genutzt hatten. Analysten weisen jedoch darauf hin, dass die starken Absätze von Centro den Margendruck des Unternehmens erhöhen. Trotz der erfolgreichen Verkaufszahlen macht Palm unter anderem der starke Wettbewerb mit den Konkurrenten Apple (iPhone) und Research in Motion (Blackberry) zu schaffen. So fiel der Umsatz des Unternehmens im dritten Quartal auf 312,1 Mio. Dollar. Analysten hatten im Vorfeld einen Umsatz von 315,3 Mio. Dollar erwartet. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres setzte das Unternehmen noch 410,5 Mio. Dollar um. Zudem erwirtschaftete Palm einen Nettoverlust von 31,5 Mio. Dollar oder 30 Cent je Aktie (drittes Quartal 2006: Nettogewinn von 11,8 Mio. Dollar). Bereinigt um Einmaleffekte lag der Verlust bei 16 Cent je Aktie, Analysten hatten mit einem Verlust von 15 Cent je Aktie gerechnet. Die Analystenerwartungen für das laufende vierte Quartal liegen bei einem Verlust von neun Cent je Aktie sowie Umsatzerlösen in Höhe von 322,1 Mio. Dollar. Für das Gesamtjahr 2008 zeigt die durchschnittliche Analystenerwartung einen Verlust von zehn Cent je Aktie. Schon 2009 liegt die durchschnittliche Erwartung jedoch bei einem Gewinn von 0,85 Cent je Aktie. Die negative Ergebnisentwicklung im vergangenen Quartal war für Palm keine Überraschung. Schon bei der Bekanntgabe der Halbjahresergebnisse war man von weiteren Verlusten für die kommenden Monate ausgegangen und stellte ein Minus von 31 bis 33 Cent je Aktie für das dritte Quartal in Aussicht. Trotzdem setzte die jüngste Quartalsbilanz der angeschlagenen Aktie des Unternehmens weiter zu, die seit Oktober 2007 bereits mehr als 50 Prozent ihres Wertes verloren hat. Im nachbörslichen Handel ging der Aktienkurs zeitweise um mehr als vier Prozent auf bis zu 4,50 Dollar zurück. Zuvor hatte die Aktie mit einem Plus von 3,74 Prozent bei 4,72 Dollar geschlossen. (Ende)
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