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Mo, 13.02.2012
pte20080313027 Medien/Kommunikation, Bildung/Karriere
US-Medien: Berichte über Irak-Einsatz stagnieren
Öffentliches Interesse leidet an sinkender Aufmerksamkeit
Washington (pte027/13.03.2008/13:37) - Das Bewusstsein und das öffentliche Interesse der US-amerikanischen Bevölkerung an den Ereignissen im Irak lassen stark zu wünschen übrig. Wie das Pew Research Center http://pewresearch.org gestern, Mittwochabend, bekannt gab, beschäftigten sich im Februar nur noch drei Prozent der Berichte in amerikanischen Medien mit dem Irak-Einsatz der US Army. Im vergangenen Juli waren es noch 15 Prozent, so das Demoskopieinstitut. Aus der abnehmenden Berichterstattung resultiere auch eine sinkende Wahrnehmung des Themas in der Öffentlichkeit. Die Art und Weise, wie von Journalisten und Medien über den Krieg berichtet wird, folgt zudem dem Tenor der Regierung (pressetext berichtete: http://pte.at/pte.mc?pte=060624002 ). Fünf Jahre nach der Invasion im Irak hat sich die Zahl jener US-Amerikaner beinahe halbiert, die die ungefähre Anzahl an gefallenen US-Soldaten während des Irak-Einsatzes korrekt einschätzen können. So ist es aktuell nur noch 28 Prozent der Bevölkerung bewusst, dass Krieg und Unruhen im Irak bereits 4.000 US-amerikanische Leben forderten, während die Opferzahl im August des Vorjahres noch rund 54 Prozent richtig einschätzen konnten. Neben dem öffentlichen Interesse an der Materie aufgrund der niedrigeren Thematisierung sinke außerdem das Urteilsvermögen zur Problematik. Die Zahl jener US-Bürger, die den Verlauf des Irak-Einsatzes positiv beurteilen und glauben, das Militär würde Fortschritte verzeichnen können, ist stark gestiegen. Zu der Einschätzung gelangen bereits 48 Prozent, wobei vor einem Jahr nur 30 Prozent diese Ansicht vertraten. Besonders im republikanischen Lager und bei Unabhängigen treten Fehlbeurteilungen mittlerweile bedeutend häufiger auf. Gegenüber den Demokraten, bei denen die inkorrekte Einstufung der Gefallenen-Anzahl im Vergleich zu August vergangenen Jahres nur um 19 Prozent zunahm, legten die Fehleinschätzungen bei den Republikanern um 27 auf 74 Prozent, bzw. bei Unabhängigen um 30 Prozent zu. Die Meinung, dass die Entscheidung zum Irak-Krieg falsch war, wird dennoch weiterhin von einer Mehrheit vertreten. (Ende)
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