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Sa, 26.05.2012
pte20080303027 Medien/Kommunikation, Unternehmen/Finanzen
TV-Werbemarkt trotzt Rezessionsängsten
Auftragslage überraschend positiv
New York/London (pte027/03.03.2008/13:25) - Der TV-Werbemarkt entwickelt sich trotz Rezessionsängsten in den USA und Europa überraschend positiv. Besonders die US-Sender blicken hoffnungsfroh in die Zukunft und sprechen derzeit sogar von einer Zunahme der Werbebuchungen im Vergleich zum vergangenen Jahr. Das alljährliche Werbebuchungs-Ritual, bekannt unter dem Begriff "Upfront", im Zuge dessen rund drei Viertel der jährlichen Werbespendings ausgegeben werden, steht bevor. Wie das Wall Street Journal berichtet, erwarten sowohl die Werbeauftraggeber als auch die TV-Sender eine stärkere Saison als 2007. Es sei keine Abschwächung des Marktes zu erkennen, meint etwa Mike Shaw, President Sales and Marketing bei ABC Television Networks. Aktuelle Erhebungen von Screen Digest http://www.screendigest.com prognostizieren für 2008 und 2009 zwar harte Zeiten auf dem globalen TV-Werbemarkt, gehen aber insgesamt dennoch von leichten Zuwächsen aus. Die Werbeumsätze sollen zwischen 2008 und 2012 im Durchschnitt in Europa jährlich um 3,6 und in den USA um 3,7 Prozent zulegen. Das Wachstum zwischen 2011 und 2112 soll dann sogar wieder höher ausfallen. Auch in Deutschland entwickelt sich der Bereich TV-Werbung durchaus positiv, obwohl der Gesamtwerbemarkt etwas schwächelt. "2007 hatten wir brutto ein Plus von 5,2 Prozent, netto werden davon rund zwei Prozent bleiben. Das ist angesichts der Internetdebatte, die das Fernsehen bereits totgesagt hat, durchaus beachtlich", meint Volker Nickel, Pressesprecher des Zentralverbandes der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) http://www.zaw.de , im Gespräch mit pressetext. Laut Screen Digest wird vor allem dieses Jahr ein schwieriges für die TV-Werbung, die Werbeausgaben werden in Europa voraussichtlich nur um 1,9 und in den USA um 1,5 Prozent wachsen. Gleichzeitig könnten aber nicht alltägliche Ereignisse wie die Olympischen Spiele, die Fußball-EM sowie die US-Wahlen im Gegenzug besonders positive Impulse für den Markt geben. Damit könne zumindest eine Rezession verhindert und die schwache Wirtschaftslage ausgeglichen werden, so die Analysten. "Das Werbefernsehen wird auch in Zukunft Bestand haben. Natürlich wird es Veränderungen geben, durch das Internet ist mit einer immer stärkeren Verzahnung der einzelnen Medien zu rechnen", meint Nickel gegenüber pressetext. So könnte künftig nicht mehr von Fernsehwerbung, sondern von Bildschirmwerbung die Rede sein. Trotz einiger Verschiebungen sei das Medium TV nicht in Gefahr. "Fernsehen wird für große Reichweiten nach wie vor gebraucht. Online ist im Gegensatz zum TV immer noch ein sehr kleiner Markt", so Nickel weiter. Der Marktanteil von TV-Werbung lag 2006 in Deutschland bei 20, Onlinewerbung bei nur zwei Prozent. Aktuelle Zahlen für 2007 sind noch nicht veröffentlicht worden. Doch auch hier werde das Internet laut ZAW noch immer im einstelligen Bereich liegen. (Ende)
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