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Mo, 13.02.2012
pte20080212036 Unternehmen/Finanzen, Handel/Dienstleistungen
Deutsche Top-Manager trotz Finanzkrise cool
Stimmung zu optimistisch - Konjunkturelle Abschwächung droht
Frankfurt am Main (pte036/12.02.2008/13:55) - Trotz der Finanzkrise und Rezessionsängsten in den USA zeigen sich deutsche Unternehmen weitgehend unbeeindruckt und wollen die Zahl der Mitarbeiter und Investitionen aufstocken. Zu diesem Fazit gelangt der heute, Dienstag, veröffentlichte Handelsblatt-Business-Monitor, wobei noch immer ein Großteil der befragten Top-Manager kaum von einer Verbesserung der Standortbedingungen ausgeht. Ob sich die deutsche Konjunktur anfällig für die Turbulenzen auf den internationalen Finanzmärken zeigen wird, bleibt vor dem Hintergrund der volatilen Marktgegebenheiten abzuwarten, meinen Analysten. "Gemessen am Zustand der Wirtschaft sind die Erwartungen vieler Unternehmen derzeit zu hoch. Dennoch sollte betont werden, dass deutsche Gesellschaften weitaus weniger von der durch die US-Krise auch in Europa hervorgerufenen Kreditklemme betroffen sind. Hier ist man aufgrund der hohen Eigenkapitalfinanzierungsrate im europäischen Umfeld sehr gut aufgestellt", sagt Andreas Jörg Scheuerle, Leiter Sachgebiet Europäische Konjunktur und Branchenanalysen bei der DekaBank http://www.dekabank.de , im Gespräch mit pressetext. Dem Fachmann zufolge bestehe in den USA gegenwärtig zwar ein hohes Rezessionsrisiko, dennoch ist momentan noch nicht von einer selbigen zu sprechen. "Bekommen die USA in der nächsten Zeit jedoch tatsächlich einen Schnupfen, dann stecken auch wir uns an", so Scheuerle weiter. Die Erhebung kommt hingegen zu dem Schluss, dass rund 90 Prozent der knapp 800 befragten Führungskräfte in den kommenden Monaten mehr oder gleich viel investieren wollen. Mit 56 Prozent plant gut die Hälfte der deutschen Firmen, künftig so viel zu investieren, wie bislang vorgesehen, während 34 Prozent 2008 die Investitionen sogar aufstocken wollen. Besonders deutlich scheint sich dieser Trend vor allem bei mittleren Unternehmen mit 500 bis 5.000 Mitarbeitern und Großkonzernen mit mehr als 5.000 Beschäftigten abzuzeichnen. Überdurchschnittlich erweisen sich auch die Investitionspläne in den Segmenten Handel, Nachrichtenübermittlung und Verkehr. Experten gehen trotz der positiven Erwartungen vor dem aktuellen Hintergrund jedoch davon aus, dass sich mittel- bis langfristig eine konjunkturelle Abschwächung in Deutschland zeigen wird. Laut Scheuerle sei es nicht fraglich, ob die Delle kommt, sondern vielmehr wie stark diese ausfallen wird. Auch sei nicht weiter verwunderlich, wenn die Unternehmen mit einer nur temporären Abschwächung rechnen würden. Schließlich spreche viel dafür, dass nach einem ersten schwachen Halbjahr die Konjunktur in Deutschland wieder an Fahrt gewinnen wird, verdeutlicht Scheuerle gegenüber pressetext. Zudem sei es wahrscheinlich, dass die Inflation sinkt und die Löhne verbunden mit dem privaten Konsum wieder ansteigen. (Ende)
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