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pte20080212029 Unternehmen/Finanzen, Handel/Dienstleistungen
Versicherungsriese AIG: Aktiencrash lässt Börsen kalt
Marktnervosität allerdings noch nicht vorüber
New York (pte029/12.02.2008/13:31) - Der weltgrößte Versicherer American International Group (AIG) http://www.aig.com hat mit 4,88 Mrd. Dollar unerwartet hohe Abschreibungen in seinen Credit Default Swaps bekannt gegeben. Damit sei der Wertverlust vier mal höher als ursprünglich prognostiziert, teilte der Konzern gestern, Montag, in einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC mit. Der AIG-Aktienkurs brach um 11,7 Prozent auf 44,74 Dollar ein. Im Börsenumfeld zeigten sich die Anleger überraschenderweise relativ unbeeindruckt von den Verlusten der Aktie. So stieg der Dow Jones um 0,48 Prozent oder 57,88 Punkte auf 12.240,1 Zähler. Ähnlich positiv verhält sich der DAX, der bei Redaktionsschluss dieser Meldung (13:30 Uhr) rund 1,6 Prozent im Plus bei knapp 6.850 Punkten liegt. "Im frühen Handel waren einige Versicherungen stark im Minus. So musste beispielsweise die Allianz ein Downgrade hinnehmen. Die Märkte haben sich im Lauf des Vormittags aber wieder erholt", erklärt RZB-Analyst Johannes Mattner im Gespräch mit pressetext. "Der Abwärtstrend bei den Versicherungen ist gestoppt worden, womit die AIG-Verluste eigentlich recht milde Auswirkungen auf die Branche hatten", fährt Mattner fort. Entwarnung will Mattner in Hinblick auf die angespannte Marktlage aber dennoch nicht geben. "Dass die Nervosität an den Börsen vorüber ist, kann man derzeit noch nicht sagen. Vor allem aus konjunktureller Perspektive kann noch einiges auf uns zukommen", sagt der Analyst. Die betroffenen Kreditderivate der AIG müssen weiterhin überprüft werden, woraus zusätzliche Wertverluste in noch unbekannter Höhe möglich sein sollen. Bei den Credit Default Swaps handelt es sich um Sicherheitsinstrumente, die Investoren vor Zahlungsausfällen ihrer Schuldner schützen sollen. Konkret dürften die Verluste in direktem Zusammenhang mit den Ereignissen um die Subprime-Krise stehen. "US-amerikanische Banken, aber auch die Schweizer UBS oder britische Institute sind noch besonders Subprime-gefährdet. Hauptsächlich das Verbriefungsgeschäft und anfallende Refinanzierungskosten sind Bereiche, in denen noch viel Spannung liegt", meint Mattner abschließend. (Ende)
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