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pte20080212026 Unternehmen/Finanzen, Computer/Telekommunikation
AT&T-Deal: Starbucks schickt T-Mobile in die Wüste
Kosten- und Servicevorteile sollen iPhone-Vertrieb pushen
Seattle/Wien (pte026/12.02.2008/12:45) - Die US-amerikanische Kaffeehauskette Starbucks http://www.starbucks.com beendet die seit sechs Jahren bestehende Kooperation mit dem deutschen Telekommunikationsdienstleister T-Mobile http://www.t-mobile.com . Stattdessen will der Konzern seine drahtlosen Internet-Angebote vom US-Telefonieriesen und iPhone-Exklusivprovider AT&T http://www.att.com betreiben lassen. Insider vermuten, dass dieser Entschluss vor dem Hintergrund der iPhone- und iPod-Vermarktung gefallen sein dürfte. Zudem wird die Entscheidung als harter Schlag für T-Mobile USA bewertet, da der Konzern einen Großteil seiner 8.900 Hotspots in den Vereinigten Staaten in Starbucks-Filialen platziert hat, berichtet die BusinessWeek. Mit der Kooperation wächst das WLAN-Netz für den ehemaligen Telefoniemonopolisten in den USA auf 17.000 Hotspots und bleibt somit unangefochtene Nummer eins. Die Kunden sollen im Zuge der neuen Partnerschaft vor allem von fallenden Preisen profitieren. Verlangte T-Mobile sechs Dollar pro Stunde für den WLAN-Zugang bzw. neun Dollar für einen Tag freies Surfen im Internet, sollen Kunden künftig beim Kauf eines Produktes pro Tag zwei Stunden WLAN-Zugang gratis nutzen können. Zwei Stunden mehr würden hingegen 3,99 Dollar kosten. Die monatlichen Roamingkosten für das weltweite AT&T-WLAN-Netzwerk mit seinen insgesamt rund 70.000 Internet-Hotspots belaufen sich auf 19,99 Dollar. In Branchenkreisen wird vor diesem Hintergrund vermutet, dass der AT&T-Kostenvorteil gegenüber T-Mobile für Starbucks ausschlaggebend gewesen ist. Schließlich beträgt die Monatsgebühr bei T-Mobile 39,99 Dollar. Die künftige Zusammenarbeit zwischen Starbucks und AT&T schließt zudem ein fünfjähriges Roaming-Abkommen für WLAN-Kunden ein. Somit ist es den T-Mobile-Kunden künftig möglich, auch kostenlos die AT&T-Hotspots verwenden zu können. Auch dürfte der Wechsel der Kaffeehauskette zu AT&T vor dem Hintergrund zustandesgekommen sein, da dieser zahlreichen seiner insgesamt rund zwölf Mio. USA-Breitband-Kunden WLAN-Services als kostenloses Extra anbietet. "Aufgrund einer internationalen Vorgabe, die sich in Rahmenverträgen widerspiegelt, hat man sich auch in Österreich für T-Mobile entschieden. Die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen ist bereits seit über zwei Jahren aufrecht und wir sind sehr zufrieden. Die Änderungen in den USA haben keine Auswirkungen auf Österreich, wir sehen momentan keinen Handlungsbedarf", unterstreicht Marco Fausch, IT- und Project-Manager Starbucks Schweiz und Österreich, auf Nachfrage von pressetext. Um WLAN-Internet-Services in Anspruch zu nehmen, brauchen sich Starbucks-Gäste in Österreich seit 11. Januar nur an der Kasse einen sogenannten "WLAN-Voucher" abholen, mit dem dann 30 Minuten lang kostenlos gesurft werden kann. (Ende)
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