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pte20080205022 Unternehmen/Finanzen, Umwelt/Energie
Q-Cells: Gewinnwarnung mit Ausblick auf 2008 unbegründet
Überdurchschnittliches Wachstum durch langfristige Lieferverträge
Q-Cells dementiert Gerüchte um Gewinnwarnung (Foto: q-cells.de)
Q-Cells dementiert Gerüchte um Gewinnwarnung (Foto: q-cells.de)

Thalheim (pte022/05.02.2008/13:52) - Der ostdeutsche Solarzellenhersteller Q-Cells http://www.q-cells.de blickt trotz wiederholter Gewinnwarnungs-Gerüchte optimistisch in das laufende Geschäftsjahr und erwartet einen Umsatz von 1,2 Mrd. Euro. Obwohl der Konzern seit Jahresbeginn rund ein Drittel seines Börsenwertes verlor, unterstrich Q-Cells-Chef Anton Milner gegenüber dem Anlegermagazin Focus-Money, die für 2007 gesteckten Ziele erreicht zu haben. Mit Blick auf die finanzielle und technologische Entwicklung sei er "damit sehr zufrieden, wie 2007 gelaufen ist". Für das abgelaufene Kalenderjahr prognostizierte das Unternehmen einen Umsatz von deutlich über 800 Mio. Euro. Ob Q-Cells jedoch die Erwartungen der Analysten erfüllen kann, wird sich am 19. Februar zeigen, wenn die vorläufigen Zahlen vorgelegt werden.

"Die Gerüchte um vermeintliche Gewinneinbrüche treffen definitiv nicht zu, wobei wir nach wie vor überdurchschnittliches Wachstum verspüren und auch unsere prognostizierte Marke für 2007 erreichen werden", sagt Q-Cells-Sprecher Stefan Dietrich gegenüber pressetext. Dem Experten zufolge bewähre sich insbesondere in Zeiten der Siliziumknappheit die angelegte Absicherungsstrategie mit langfristigen Lieferverträgen. Zudem sei die Internationalisierung der Märkte gegeben. Vor dem Hintergrund der seit einem Monat schwelenden Spekulationen über eine mögliche Gewinnwarnung bestätigte das Unternehmen zwar seine Prognosen für 2008, dennoch fiel die Aktie im Januar von knapp 100 Euro zwischenzeitlich bis auf rund 55 Euro und erholte sich später wieder auf Werte über 60 Euro.

Händler führten den Kursverfall auf die allgemein hohen Bewertungen der Solartitel zurück. Auch stellt Milner entgegen vorherrschender Analysten-Meinungen in Abrede, dass den Solarmarkt ab 2009 Überkapazitäten und zunehmend aggressive Preiskämpfe dominieren werden. "Wenn die Preise nicht sinken, wird diese Branche nicht funktionieren", heißt es seitens des Q-Cells-CEOs. Diese Einschätzung entspricht auch der Preispolitik des Unternehmens, da Q-Cells die Preise in den vergangenen 18 Monaten um rund zehn Prozent gesenkt hat. Laut Milner sei es dem Konzern auch möglich, die Preise stärker und flexibler als Mitkonkurrenten zu senken. Zudem plant der ostdeutsche Solarzellenhersteller noch 2008 unter anderem eine Ausweitung des kostengünstigen Dünnschichtmodul-Segments.

Die bisherigen Forecasts sehen vor, die Kapazitäten bis 2010 auf 400 bis 600 Megawatt zu steigern, wobei Milner ergänzt, dass diese womöglich zu konservativ ausgelegt sind. "Wenn wir schnell sind, ist mehr drin", heißt es in dem Focus-Money-Interview. Diesen Vorstoß sehen Brancheninsider als Reaktion auf die Ankündigung des chinesischen Solar-Giganten Suntech http://www.suntech-power.com , eine Verdoppelung der Kapazitäten bis 2010 auf zwei Gigawatt zu bewerkstelligen. "Suntech hat seine Kunden und wir haben unsere. Insofern bietet der Markt gegenwärtig genug Platz für beide Unternehmen", meint Dietrich abschließend auf Nachfrage von pressetext.

(Ende)

Aussender: pressetext.deutschland
Ansprechpartner: Florian Fügemann
Tel.: +43-1-81140-305
E-Mail:
pressetext.deutschland
   
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