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pte20080205013 Unternehmen/Finanzen, Handel/Dienstleistungen
HSH Nordbank zieht Notbremse und verkauft Immobilienkredite
Entspannung bei Eigenkapitallage gibt Hoffnung für Neugeschäft
HSH Nordbank will Neugeschäft forcieren (Foto: pixelio.de)
HSH Nordbank will Neugeschäft forcieren (Foto: pixelio.de)

Berlin/Hamburg (pte013/05.02.2008/12:15) - Der norddeutsche Regionalfinanzdienstleister HSH Nordbank http://www.hsh-nordbank.de konnte sich im Zuge der Finanzmarktkrise von belastenden Immobilienkrediten befreien. Wie das Handelsblatt heute, Dienstag, berichtet, verkaufte die ins Straucheln geratene Landesbank ein 7,6 Mrd. Euro schweres Immobilienkreditportfolio in drei verschiedenen Tranchen an die Hypo Real Estate (2,6 Mrd. Euro), die französische Bank BNP Paribas (zwei Mrd. Euro) sowie an die US-Investmentbank Lehman Brothers (drei Mrd. Euro). Vor dem Hintergrund der erwarteten zusätzlichen Wertberichtungen für das vierte Geschäftsquartal entlastet die Bank damit das Eigenkapital in erheblichem Umfang, sind sich Analysten einig.

"Der Verkauf dieses milliardenschweren Immobilienkreditpakets ist für die HSH Nordbank vor dem Hintergrund einer angespannten Eigenkapitaldecke zu verstehen. Obwohl der Verkaufspreis der Kredite zwar nicht so hoch erscheint, bleibt dieser für die drei beteiligten Käufer jedoch lukrativ. Hierbei kommt es vor allem auf die regionale Streuung der Kredite an", sagt Christian Hamann, Wertpapieranalyst bei der Hamburger Sparkasse http://www.haspa.de , im Gespräch mit pressetext. Da die mittlerweile veräußerten Kredite in Abhängigkeit vom Risiko zu einem bestimmten Prozentsatz mit Eigenkapital abgesichert wurden, kommt der Verkauf zur rechten Zeit, meinen andere Beobachter.

So belief sich der Bestand an Immobilienkrediten Ende September 2007 der HSH Nordbank auf rund 26 Mrd. Euro. Brancheninsider sehen die drei Transaktionen jedoch in einem positiven Licht, da der noch nicht börsennotierte Finanzdienstleister doppelt stark von der US-Subprime-Hypothekenkreditkrise getroffen wurde. Das Bankhaus investiert unter anderem in die sogenannten Structured Investment Vehicles "Poseidon" und "Carrera". Diese belaufen sich auf etwa vier Mrd. Euro, wovon rund 1,8 Mrd. Euro auf Investments in US-Immobilien entfallen. Das neben der Landesbank Hessen-Thüringen zu den bundesweit größten Immobilienfinanzierern zählende Unternehmen musste unter Einschluss des dritten Quartals 2007 bislang Wertberichtigungen im Ausmaß von 190 Mio. Euro ausweisen.

Aus diesem Grund geriet der Kreditmotor der HSH Nordbank ins Stottern, worauf der Vorstandsvorsitzende Hans Berger im November 2007 einräumen musste, dass nicht alle Chancen im Neugeschäft genutzt werden konnten. Das damalige Ziel der Bank war es, unter anderem mit Verbriefungen das anfallende Kreditrisiko auf möglichst viele Schultern zu verteilen. Da dies aufgrund einer um sich greifenden Vertrauenskrise und Zurückhaltungen der Banken untereinander nicht länger möglich war, musste die HSH Nordbank das defizitäre Kreditgeschäft über die eigenen Bücher laufen lassen. "Vor dem Hintergrund der Transaktionen entlastet die Bank nicht nur ihre Eigenkapital-Situation, sondern kann womöglich auch die Chancen im Neugeschäft künftig besser nutzen", meint Hamann abschließend gegenüber pressetext.

(Ende)

Aussender: pressetext.deutschland
Ansprechpartner: Florian Fügemann
Tel.: +43-1-81140-305
E-Mail:
pressetext.deutschland
   
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