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Fr, 25.05.2012
pte20080201028 Politik/Recht, Unternehmen/Finanzen
Chemieindustrie: Überregulierung hemmt Wachstum
Branche beklagt steigende Rohstoff- und Energiepreise
München (pte028/01.02.2008/13:15) - Die Chemie-Branche betrachtet die zunehmende Regulierung durch Staat und EU als starke Wachstumsbremse. Umweltschutzgesetze und vorgeschriebene CO2-Maßstäbe würden den Sektor beeinträchtigen und zu einer möglichen Überregulierung führen. "Wir stehen vor hohen Anforderungen an unsere Branche. Der Schutz des eigenen geistigen Eigentums muss beispielsweise noch deutlich verbessert werden", appelliert Wacker-Chemie-Pressesprecher Christof Bachmair im Gespräch mit pressetext an den Gesetzgeber, für Verbesserungen der Rahmenbedingungen zu sorgen. Im Vergleich mit anderen Industriesparten ist der Sektor Chemie bereits jetzt überreguliert. Diese Situation kann sich in Zukunft weiter intensivieren. In Europa führen Auflagen in Transportsicherheit und Verarbeitung von Chemikalien zu Mehrkosten. US-amerikanische Hersteller haben darüber hinaus für eine konsequente Absicherung von Fabriken und Transportketten gegen Terrorismus zu sorgen. Die Chemie-Branche hat in den kommenden Jahren darüber hinaus mit weiteren Hindernissen zu kämpfen. Steigende Rohstoff- und Energiekosten (pressetext berichtete: http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=080130022) würden der erdölabhängigen Branche mehr zusetzen als anderen Industriezweigen. "Die aktuelle Preisentwicklung ist für Chemie-Unternehmen natürlich eine enorme Herausforderung. Dennoch bleibt die Einschätzung der Chemie-Verbände positiv, was auch uns keine Veranlassung dazu gibt, ein eingeschränktes Wachstum zu erwarten", heißt es von Bachmair. Den Trend zu Firmenübernahmen und die Bewegung in Mergers & Acquisitions sehen Insider als positiv an, um im Markt an die notwendige Expertise zu kommen. Wacker Chemie http://www.wacker.com hat ungeachtet der Entwicklungen in der Chemie-Industrie die Übernahme der Gemeinschaftsunternehmen Air Products Polymers und Wacker Polymer Systems erfolgreich abgeschlossen. "Der Polymer-Sektor stellt ein großes Wachstumsgeschäft dar. Besonders in der Bauindustrie bietet sich beim Thema Energieeinsparungen großes Potenzial", äußert sich Bachmair über die Akquisition. Der Kauf wurde bereits Ende 2007 angekündigt. Eine Zustimmung der europäischen und US-amerikanischen Kartellbehörden war aber noch ausständig. Bisher wurden die Anteile beider Firmen von Air Products and Chemicals gehalten. "Die Firmenübernahme zieht für uns weltweite Synergieeffekte nach sich", meint Bachmair. (Ende)
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