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pte20080130015 Unternehmen/Finanzen, Handel/Dienstleistungen
UBS stürzt noch tiefer ins Schlamassel
Schweizer Großbank vermeldet riesige Verluste
Zürich (pte015/30.01.2008/11:15) - Die von der Subprime-Krise schwer angeschlagene Großbank UBS kommt nicht aus den Schlagzeilen. So hat das Institut heute, Mittwoch, negative Bilanzzahlen für das Geschäftsjahr 2007 vermeldet. Der Reinverlust soll satte 4,4 Mrd. Franken im Gesamtjahr betragen. Durch die Unsicherheiten am US-Hypothekenmarkt habe die Bank alleine im vierten Quartal 12,5 Mrd. Franken verloren. Insgesamt sollen die Subprime-Abschreibungen mittlerweile bei 18,4 Mrd. Dollar liegen. Zuletzt hatte die UBS rund 1.500 krisenbedingte Stellenkürzungen angekündigt (pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=080118014 ). "Derzeit ist nicht abzusehen, ob aus den Verlusten weitere Stellenstreichungen resultieren werden", meint UBS-Sprecher Dominique Gerster auf Anfrage von pressetext. Grund für das Minus des Vorjahres seien schwache Handelserträge der Investment Bank bei Fixed Income, Currencies and Commodities (FICC). Das Ausmaß der Krise bei den US-Hypotheken wird offensichtlich, wenn man sich den Unterschied der UBS-Ergebnisse 2006 und 2007 vor Augen führt. An Reingewinn durfte sich die Bank vor zwei Jahren noch über ein Plus von 11,25 Mrd. Franken freuen. "Am 27. Februar findet eine außerordentliche Generalversammlung statt, wo über Maßnahmen zur Stärkung des Kernkapitals abgestimmt wird", kündigt Gerster die weitere Vorgehensweise bei der Großbank an. Die genauen Zahlen und Detailinformationen über das Ausmaß der Verluste im Vorjahr werden am 14. Februar veröffentlicht. "Weitere Maßnahmen in der UBS-Personalpolitik sind derzeit zwar nicht auszuschließen, aber auch nicht zu bestätigen", heißt es vom UBS-Sprecher. Die negativen Zahlen sollen zum einen durch die angekündigten Finanzspritzen aus asiatischen Staatsfonds (pressetext berichtete: http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=071221025 ) und durch die Platzierung von neuem Kapital bei strategischen Investoren wett gemacht werden. Darüber hinaus kündigt Gerster an, dass die UBS "den Verkauf eigener Aktien aus Treasury-Beständen und den Ersatz der Bardividende 2007 durch eine Aktiendividende als Maßnahmen geplant hat. Über letzteren werden die Aktionäre Ende Februar zu beschließen haben." (Ende)
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