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Mi, 08.02.2012
pte20080121002 Computer/Telekommunikation, Medizin/Wellness
Handystrahlung verursacht Schlafstörungen
Gerätehersteller kritisieren eigens in Auftrag gegebene Studie
London (pte002/21.01.2008/06:05) - Nicht zum ersten Mal kommt eine wissenschaftliche Studie zu dem Schluss, dass die Strahlung von Mobiltelefonen negative Effekte auf den menschlichen Körper haben könnte. Ein interessantes Detail ist im aktuellen Fall, dass die wissenschaftliche Untersuchung vom Mobile Manufacturers Forum http://www.mmfai.org/ , dem Repräsentant der namhaftesten Mobiltelefonhersteller gesponsert wurde und dennoch unangenehme Resultate für die Auftraggeber zu Tage gefördert hat. Die Studie zeigt, dass die Verwendung von Mobiltelefonen vor dem Schlafengehen die Qualität des Schlafs reduziert und Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen sowie Depressionen nach sich ziehen kann, berichtet die Zeitung "The Independent". Durchgeführt wurde die umfassende Studie vom Karolinska Institut und der Uppsala Universität in Schweden in Kooperation mit der Wayne State University in Michigan, USA. Die Wissenschaftler untersuchten 35 Männer und 36 Frauen im Alter von 18 bis 45 Jahren. Einige wurden einer Strahlung ausgesetzt, die exakt jener von Mobiltelefonen entspricht, andere wurden unter denselben Rahmenbedingungen keiner Strahlung ausgesetzt. Jene, die der Strahlung von 884 MHz ausgesetzt waren, brauchten länger um in die erste Tiefschlafphase zu gelangen und blieben kürzer in der tiefsten Phase. Der Leiter der Studie, Bengt Arnetz, vermutet, dass die Strahlung das Stresssystem des Gehirns aktiviert und dadurch Menschen konzentrierter werden lässt, was zu Schlafproblemen führt. Die Methodologie der Studie wurde zwar kritisiert, andere Studien über dieses Phänomen zeigen jedoch ähnliche Ergebnisse. Auch das Mobile Manufacturers Forum zweifelt an der Stichhaltigkeit der Resultate. Die Wissenschaftler beharren jedoch auf der Richtigkeit ihrer Ergebnisse: "Wir haben in realistischen Szenarien einen Effekt von Mobiltelefonstrahlung festgestellt. Dies deutet darauf hin, dass die Strahlung messbare Effekte auf das Gehirn hat", so Arnetz. (Ende)
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