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pte20080118012 Unternehmen/Finanzen, Computer/Telekommunikation
AMD-Aktie: Kurssprung trotz hohem Verlust
ATI-Übernahme belastet Ergebnis - Rekordabsatz bei Mikroprozessoren
Sunnyvale (pte012/18.01.2008/11:43) - Der Chiphersteller AMD hat trotz erhöhtem Verlust im vierten Quartal die Erwartungen der Analysten übertroffen und seiner Aktie so zu einem Kurssprung verholfen. Damit wurden die gestern, Donnerstagabend, von AMD präsentierten Ergebnisse an der Börse wesentlich besser aufgenommen, als jene von Konkurrent Intel. Dieser hatte seine Quartalsbilanz bereits Dienstag vorgelegt, trotz Wachstums bei Umsatz und Gewinn verlor die Aktie aber nach Bekanntgabe des Ergebnisse deutlich an Wert. AMD punktete hingegen mit steigendem Chippreisen und erhöhten Absatzzahlen. AMDs Quartalsergebnis wurde vor allem durch Einmaleffekte aus der Übernahme des Grafikchipherstellers ATI belastetet. Im abgeschlossenen vierten Quartal verbuchte das Unternehmen demnach einen Nettoverlust von insgesamt 1,77 Mrd. Dollar oder 3,06 Dollar je Aktie, vor Sonderposten lag der Verlust bei 17 Cent je Aktie. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres betrug der Fehlbetrag noch 576 Dollar. Der Umsatz des Unternehmens kletterte im Berichtszeitraum auf 1,77 Mrd. Dollar (plus acht Prozent). Analysten hatten im Vorfeld mit einem deutlich höheren Verlust von 36 Cent je Aktie gerechnet. Auch wenn die Umsatzprognose von 1,79 Mrd. Dollar nicht erreicht wurde, sorgte der deutlich niedrigere Verlust für einen Anstieg des Aktienkurses im nachbörslichen Handel der New York Stock Exchange (NYSE) um bis zu 5,7 Prozent auf 6,70 Dollar. Zudem teilte AMD mit, dass der Absatz von Mikroprozessoren im vierten Quartal ein Rekordhoch erreicht habe, unter anderem wurden 400.000 Quad-Core-Chips abgesetzt. Auch der Durchschnittspreis der Chips stieg trotz hartem Wettbewerb mit Marktführer Intel im Abschlussquartal an. Für das Gesamtjahr 2007 verbuchte AMD ein Umsatzplus von sechs Prozent auf 6,1 Mrd. Dollar, der Nettoverlust lag bei 3,38 Mrd. Dollar (2006: minus 166 Mio. Dollar). Bereits Mitte Dezember hatte AMD bekannt gegeben, dass die 2006 abgeschlossene ATI-Übernahme das Ergebnis in den kommenden Quartalen weiterhin belasten werde (pressetext berichtete: http://pte.at/pte.mc?pte=071214018 ). Ein Nettogewinn werde deshalb noch länger auf sich warten lassen, zumindest auf operativer Basis will das Unternehmen aber ab dem dritten Quartal 2008 wieder profitabel arbeiten. Intel verbuchte im vierten Quartal ein Nettoergebnis von 2,27 Mrd. Dollar oder 38 Cent je Aktie (plus 51 Prozent) sowie einen Umsatz von 10,7 Mrd. Dollar (plus 10,5 Prozent). Trotz Wachstums verfehlte das Unternehmen die Erwartungen der Analysten. Diese waren zuvor von einem Gewinn von 40 Cent je Aktie und einem Umsatz in Höhe von 10,8 Mrd. Dollar ausgegangen. Der Aktienkurs des Unternehmens gab daraufhin deutlich nach und fiel von mehr als 23 Dollar auf knapp über 19 Dollar. (Ende)
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