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Mo, 13.02.2012
pte20071217045 Unternehmen/Finanzen, Handel/Dienstleistungen
Totalabsturz bei Centro - Aktie verliert 70 Prozent
Subprime-Krise trifft australischen Konzern
Sydney (pte045/17.12.2007/16:47) - Die Refinanzierung von Krediten bereitet dem australischen Immobilienkonzern Centro Properties http://www.centro.com.au akute Probleme. Dementsprechend zeigt sich heute der Aktienkurs des Unternehmens in selten gesehener Absturz-Laune. Bei Redaktionsschluss dieser Meldung (16:35 Uhr) steht die Aktie bei 0,95 Euro, einem Minus von 70,77 Prozent. "Man sieht, dass die Subprime-Krise noch nicht gelöst ist. Im Gegenteil, die Grundprobleme sind noch vorhanden", meint MPC-Capital-Vorstandsmitglied Peter Halbschmidt im Gespräch mit pressetext. "Das Problem ist, dass Immobilien in den USA voll beliehen werden, die Gelder daraus aber in den Konsum getrieben werden. Der Markt reagiert übernervös. Meines Erachtens haben wir es mittlerweile mit einer echten Kreditkrise zu tun, nicht mehr mit einer Immobilienkrise", meint Halbschmidt. Centro wird eine Kettenreaktion zur Verhängnis, deren Ursachen in der Kreditwirtschaft liegen. "Selbstverständlich müssen für einen Kredit Sicherheiten gegeben werden. Ist dies nicht mehr möglich, weil das Geld, das eigentlich für Sicherheiten zur Verfügung stehen sollte, ausgegeben wurde, entsteht das Problem" erklärt Halbschmidt gegenüber pressetext. Centro gilt als fünftgrößter Besitzer von Einzelhandels-Immobilien in den USA und ist Eigentümer von etwa 700 Einkaufszentren. Die Preise der Grundstücke und die Bauten des Unternehmens seien von der Subprime-Krise unmittelbar beeinflusst. Einzelne Objekte müssten abgestoßen werden, weitere Projekte seien derzeit nicht finanzierbar. Der Immobilieninvestor musste die Dividendenausschüttungen vorübergehend einstellen und die Ertragsziele für 2008 senken. Von einem nötigen Unternehmensumbau wird ausgegangen. Wie sich die jüngsten Ereignisse auf den heimischen Markt auswirken, bleibt noch offen. "Die österreichischen Immobilien-AGs haben schon genug ausgestanden. Zum Glück haben die Notenbanken gut reagiert, sonst hätten wir jetzt ein richtiges Problem. Leider bedeutet dies gleichzeitig, dass die Banken zwar vernünftig gehandelt haben, das Problem dadurch aber noch immer nicht beseitigt ist", sagt Halbschmidt abschließend. (Ende)
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