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Sa, 11.02.2012
pte20071210002 Medien/Kommunikation, Medizin/Wellness
Etos TV: Tod als Sendekonzept
Große Zielgruppe für verdrängte Themen vermutet
Hamburg (pte002/10.12.2007/06:05) - Mit Beginn nächsten Jahres startet in Deutschland der neue TV-Sender Etos TV http://www.etostv.de/ , der sich mit dem ungeliebten Thema Tod auseinandersetzt. Beerdigungen gibt es nicht zu sehen, es werden jedoch professionell produzierte Nachrufe ausgestrahlt, die von jedem in Auftrag gegeben werden können. Außerdem sind Friedhofsreportagen und Ratgeberthemen geplant. Der Gründer Wolf Tilmann Schneider verspricht sich großes Interesse für den Sender, da die Menschen immer älter werden und es immer mehr Pflegefälle gibt: "Wenn bei jedem davon etwa vier Angehörige betroffen sind, liegen wir bei über zehn Millionen Menschen", erklärt Schneider der Financial Times Deutschland. Ausgestrahlt wird das Programm über Astra und Satellit. Die Nachrufe werden von einem externen Unternehmen professionell produziert. Außerdem kooperiert der Sender mit Bestattungsunternehmen, die ihre Kunden über Etos TV informieren. Im Mittelpunkt der Beratungsthemen wird das Altern stehen und wie man es schöner gestalten kann. "Wir werden Trends aufgreifen, zum Beispiel dass ältere Menschen neuerdings Wohngemeinschaften gründen", so Schmidt. Auch heikle Themen wie Organspenden oder Hospiz sollen angesprochen werden. Die Idee kam Schmidt durch ein Gespräch mit einem Bestattungsunternehmer, der ihm erzählte, wie reserviert die Leute auf seinen Beruf reagieren. Nach einiger Zeit würden aber die meisten dann doch mit sehr vielen Fragen auf ihn zukommen. Als Zielgruppe sieht Schneider alle über 50-Jährigen, da man in diesem Alter anfange, sich Fragen über den Tod zu stellen. Außerdem hofft er, dass es sich unter älteren Menschen genauso etabliert die TV-Nachrufe zu sehen wie die Todesanzeigen in der Lokalzeitung zu lesen. (Ende)
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