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pte20071207004 Auto/Verkehr, Unternehmen/Finanzen
Autoindustrie: Neuzulassungen in Deutschland brechen ein
Schwaches Privatkundengeschäft - Produktions- und Exportrekord
Deutsche Inlandsproduktion erreicht 2007 neuen Rekordwert (Foto: volkswagen.de)
Deutsche Inlandsproduktion erreicht 2007 neuen Rekordwert (Foto: volkswagen.de)

Frankfurt am Main (pte004/07.12.2007/06:15) - Die deutsche Automobilindustrie schließt 2007 mit neuen Rekordwerten bei der PKW-Produktion und deren Exporten ab. Der Umsatz der Branche stieg auf 290 Mrd. Euro (plus sieben Prozent), die Inlandsproduktion legte um sechs Prozent auf 5,7 Mio. PKW zu. Auch die Auslandsproduktion kletterte auf mehr als fünf Mio. Einheiten. Die Exportzahlen legten erneut zu und liegen in diesem Jahr bei dem neuen Rekordwert von 4,3 Mio. PKW (plus zehn Prozent), so die aktuellen Zahlen des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) http://www.vda.de . Anders als das Exportgeschäft, bleibt die Inlandsnachfrage am deutschen Automobilmarkt jedoch vor allem im Privatkundengeschäft schwach, die Zahl der Neuzulassungen geht deutlich zurück. 2008 rechnet der VDA auch hier mit Wachstum.

Im Privatkundengeschäft ging der Absatz zwischen Januar und November um ein Viertel zurück, während im gewerblichen Bereich ein Plus von sieben Prozent verzeichnet wurde. Damit bricht der Anteil privater Fahrzeughalter an den Gesamtzulassungen innerhalb eines Jahres von 47 auf 39 Prozent ein. Grund für die sinkende Nachfrage auf privater Seite waren neben der erhöhten Mehrwertsteuer auch die steigenden Rohstoffpreise sowie eine Verunsicherung der privaten Haushalte, die unter anderem auf die aktuelle Klimadiskussion zurückzuführen sei, heißt es beim VDA. Die höheren Kraftstoffpreise hätten dagegen die Nachfrage nach Clean-Diesel-PKWs erhöht. Im November lag der Dieselanteil in Deutschland demnach erstmals bei knapp 50 Prozent, auf Gesamtjahresniveau soll der Anteil bei 48 Prozent liegen und damit vier Prozent über dem Vorjahreswert.

Im Rahmen des wachsenden Exportgeschäftes konnte die deutsche Automobilindustrie nach Angaben des VDA auf den meisten Auslandsmärkten zulegen. So stiegen die Marktanteile in Großbritannien auf 48 Prozent sowie in Frankreich auf mehr als 28 Prozent. Das Exportgeschäft nach Russland konnte fast verdoppelt und der Absatz am chinesischen Markt um mehr als ein Drittel gesteigert werden, in den USA legten deutsche Marken um vier Prozent zu. Im kommenden Jahr soll das Exportgeschäft weiterhin auf hohem Niveau bleiben, das Produktionsvolumen wird sich voraussichtlich auf Vorjahresniveau halten.

2008 soll aber auch eine Stärkung des Inlandsmarktes bringen. Allein im November brach die Zahl der neu zugelassenen PKW in Deutschland um insgesamt 13 Prozent auf 284.000 Stück ein, von Januar bis November beträgt der Rückgang acht Prozent. Im Gesamtjahr geht die Zahl der Neuzulassungen voraussichtlich auf 3,16 bis 3,17 Mio. PKW zurück (minus neun Prozent), dagegen könnte die Anzahl nach Schätzungen des VDA im nächsten Jahr auf mindestens 3,2 Mio. PKW zulegen. Unter bestimmten Voraussetzungen biete sich zudem noch größeres Potenzial, sagt VDA-Präsident Matthias Wissmann. "Wenn es gelingt, den Knoten stetig steigender Mobilitätskosten zu durchschlagen und wenn die Politik mit der Setzung klarer Rahmenbedingungen das Vertrauen der Bürger wieder stärkt und damit dem Autofahrer wieder eine verlässliche Perspektive bietet", sagt Wissmann und spielt damit unter anderem auf die angekündigte Reform der Kraftfahrzeugsteuer an.

(Ende)

Aussender: pressetext.deutschland
Ansprechpartner: Victoria Schubert
Tel.: +43-1-81140-305
E-Mail:
pressetext.deutschland
   
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