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pte20071128013 Medizin/Wellness
Nicht nur Medikamente können eine Grippe-Pandemie verhindern
Abstandhalten, Händewaschen und Gesichtsmasken sollen helfen

Robina (pte013/28.11.2007/10:15) - Einfache äußerliche Maßnahmen wie Händewaschen und das Tragen von Gesichtsmasken könnten eine entscheidende Rolle bei der Verhinderung einer Grippe-Pandemie sein. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie unter der Leitung von Wissenschaftlern der Bond University http://www.bond.edu.au gekommen. Die britische Regierung verdoppelt derzeit ihren Lagerbestand an antiretroviralen Medikamenten, um sich auf eine mögliche Pandemie vorzubereiten. Die Forscher argumentieren jedoch, dass einfachen kostengünstigen Maßnahmen eine höhere Priorität eingeräumt werden sollte. Details der Untersuchung wurden im British Medical Journal http://www.bmj.com veröffentlicht.

Für die aktuelle Studie wurden 51 andere Studien zur Wirksamkeit einfacher äußerlicher Maßnahmen zur Verhinderung von Infektionen des Atemtraktes analysiert. Einige der Untersuchungen konzentrierten sich auf den Sars-Ausbruch in Südostasien im Jahr 2003. Es zeigte sich, dass Händewaschen, das Tragen von Masken, Handschuhen und Schutzkleidung einen positiven Effekt hatten. In Kombination waren sie sogar noch wirksamer. Die Forscher kamen zu dem Schluss, dass diese Maßnahmen in Kombination zum Beispiel mit der Isolierung der infizierten Patienten einen wichtigen Schutz gegen eine Pandemie darstellen könnten. Sie argumentieren, dass die Regierungen mehr Forschungsvorhaben in diesem Bereich durchführen sollten. Die Weltgesundheitsorganisation hat laut BBC 336 Studien zum Thema Grippe registriert. Nur drei Untersuchungen beschäftigen sich mit äußerlichen Maßnahmen wie Abstandhalten oder Schutzkleidung tragen.

Experten gehen davon aus, dass eine Grippe-Pandemie nicht zu verhindern sein wird. Zusätzlich gibt es Befürchtungen hinsichtlich der Ausbreitung von potenziell tödlichen Atemwegserkrankungen wie Sars. Immer mehr Hinweise deuten darauf hin, dass der Einsatz von Impfstoffen und anitretroviralen Medikamenten nicht ausreichen wird, um die Ausbreitung einer Grippewelle zu verhindern.

(Ende)

Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Michaela Monschein
Tel.: +43-1-81140-0
E-Mail:
pressetext.austria
   
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