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Mo, 13.02.2012
pts20071011008 Tourismus/Reisen, Unternehmen/Finanzen
Barrierefreiheit - so wachsen behinderten Fluggästen Flügel
Austrian Airlines als Vorreiter: Kooperation mit ÖZIV und Hilfsgemeinschaft
Wien (pts008/11.10.2007/09:30) - Um auch behinderten und mobilitätseingeschränkten Passagieren ein barrierefreies Flugerlebnis bieten zu können, kooperiert die Austrian Airlines Group seit dem Sommer 2004 mit dem ÖZIV - Österreichischen Zivil-Invalidenverband und der Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs. Die beiden gemeinnützigen Vereine schulen Austrian-Mitarbeiter, die in direktem Kundenkontakt stehen, in Kommunikation und Umgang mit behinderten Fluggästen. Die Trainer sind (zum Teil) selbst Betroffene und fungieren als "Experten in eigener Sache". So können Bodenpersonal und Kabinencrew mobilitätseingeschränkten Fluggästen ein deutlich verbessertes Service anbieten, je nach Art und Schwere der Beeinträchtigung. Durch das spezielle Trainingsprogramm nehmen die Austrian Airlines eine Vorreiterrolle unter den heimischen Personentransportunternehmen ein. "Mit diesem Schulungsprogramm engagieren sich die Austrian Airlines in beispielhafter Art und Weise für die Anliegen von Menschen mit Behinderung. Barrieren werden abgebaut: Nicht nur tatsächliche Barrieren im Reisealltag, sondern auch Barrieren in den Köpfen der Menschen! So wird barrierefreies Reisen möglich. Die Unterrichtseinheiten werden durch den Peer Counseling Ansatz besonders wertvoll: Denn unsere Experten wissen, wovon sie reden und geben ihre individuellen Erfahrungen weiter", meint dazu Hedi Schnitzer, Geschäftsführerin des ÖZIV. Optimierung der Servicekette Ziel der langjährigen Zusammenarbeit ist die Optimierung der gesamten Servicekette - von der Buchung bis zur Ankunft. Schon lange vor Inkrafttreten der EU-Verordnung über die Rechte von Flugreisenden mit eingeschränkter Mobilität im Juli 2007, die u. a. die Schulung von Mitarbeitern von Luftfahrtunternehmen und Flughäfen im Umgang mit behinderten Menschen und in Fragen der Gleichstellung vorsieht, war das Personal der Austrian Airlines bestens gerüstet. Denn man versuchte nicht nur, die Anliegen behinderter Fluggäste besser zu verstehen, es mussten auch die Arbeitsprozesse und -abläufe hinterfragt und entsprechend angepasst werden. "Darüber hinaus haben wir die Austrian Airlines bei der Gestaltung von Informationsmaterialien für sehbeeinträchtigte Kunden beraten", zeigt sich Irene Vogel, Geschäftsführerin der Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs, zufrieden. "Zur Zeit arbeiten wir gemeinsam mit dem Institut integriert studieren an der Johannes-Kepler-Universität Linz an einer Möglichkeit, elektronische Buchungen von Flugreisen völlig barrierefrei über die Website von Austrian Airlines abzuwickeln", erläutert Vogel. Win-win-Situation Die Austrian Airlines haben für ihre Mitarbeiter in Zusammenarbeit mit ÖZIV und Hilfsgemeinschaft eine Guideline mit dem Titel "Barrierefreies Reisen für Fluggäste mit besonderen Bedürfnissen" erarbeitet. Die Kooperation ist eine absolute win-win-Situation für alle Beteiligten, aber vor allem für die betroffenen Fluggäste. So konnten in den letzten Jahren laufend positive Neuerungen für behinderte Passagiere erzielt werden: Gehör- und sehbehinderte Fluggäste dürfen nun in unbegrenzter Anzahl und ohne Begleitperson (mit Ausnahme von taubblinden Passagieren, die eine Begleitperson benötigen) reisen. Davor waren Gruppenreisen nicht möglich. Die Anzahl der Rollstuhlfahrer pro Flug wurde, unabhängig von der Flugzeugtype, erhöht. Begleitpersonen sind nur dann nötig, wenn die Erfüllung der persönlichen Bedürfnisse (z. B. Toilette) nicht selbstständig möglich ist. An Bord gibt es inzwischen eine Safety-Card in Blindenschrift. Assistenz-, Partner- und Blindenführhunde dürfen jetzt kostenlos in die Passagierkabine mitgenommen werden. Weiters wurden am Flughafen Wien Schwechat neue mit "Special Assistance" gekennzeichnete Check-in-Schalter (Schalter 56 und 57) von Austrian Airlines eingerichtet. Wer ohne Begleitperson zum Flughafen kommt, kann die Hilfe eines Travel Coaches in Anspruch nehmen, der die Begleitung bis zum Flugzeug übernimmt. Mehr über die Serviceleistungen der Austrian Airlines sowie nützliche Tipps sind im Internet zu finden unter http://www.aua.com/at/deu/About_Flight/preparation/barrierefree/ Die gewinnbringende Kooperation des größten heimischen Flugunternehmens mit den Behindertenorganisationen ÖZIV und Hilfsgemeinschaft soll auch in Zukunft fortgesetzt werden, um barrierefreie Flugreisen für alle zu realisieren. Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs Die Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs besteht seit 1935 als gemeinnütziger, unabhängiger Verein. Sie berät und unterstützt blinde und sehbehinderte Menschen individuell in allen Lebenslagen und hält für ihre Mitglieder ein umfangreiches Freizeit- und Bildungsangebot bereit. Darüber hinaus ist die Hilfsgemeinschaft in den verschiedensten Gremien tätig, die Richtlinien zugunsten blinder und sehbehinderter Menschen für die Bereiche Verkehr, Mobilität, Gesundheit und Soziales erlassen. Experten der Hilfsgemeinschaft kooperieren im Rahmen zahlreicher Projekte zum Thema Barrierefreiheit eng mit Organisationen, Unternehmen, Fachhochschulen und Universitäten. Die Hilfsgemeinschaft finanziert ihre Tätigkeit fast ausschließlich durch private Spendengelder und ist Trägerin des Spendengütesiegels. Rückfragehinweise: Mag. Dr. Gabriele Frisch Ursula Charwat (Ende)
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