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Fr, 25.05.2012
pte20071010028 Unternehmen/Finanzen, Sport/Events
Fischer Ski: Ohne Schnee kein Geld
Standort Ried kämpft mit schwierigen Rahmenbedingungen
Wien/Ried (pte028/10.10.2007/13:02) - Das abgelaufene Geschäftsjahr hat der Fischer Sports GmbH http://www.fischer-ski.com einen deutlichen Rückgang der Verkaufszahlen und einen Einbruch der Vororderzahlen für die Saison 2007/08 eingebracht. "So ein Winter tut weh. Man kann sich noch so gut darauf vorbereiten und ein motiviertes Team haben. Wenn der Winter auslässt, ist dies alles nutzlos", so Fischer-Geschäftsführer Gregor Dietachmayr. Beim Alpin-Umsatz musste Fischer einen Rückgang von rund drei Prozent auf 95 Mio. Euro hinnehmen, was auf die ausbleibenden Nachbestellungen zwischen Jänner und März 2006 zurückzuführen ist. Ein wenig ausgeglichen wurde das Ergebnis durch ein Umsatzplus von fünf Prozent im Bereich Nordisch auf 60 Mio. Euro. "Hier ist vor allem Russland zu nennen, das derzeit unseren einzigen Wachstumsmarkt darstellt", so Dietachmayr im pressetext-Gespräch. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Fischer kein positives Ergebnis. Vor dem Hintergrund der schwachen Vororderzahlen des Handels - das Minus beläuft sich hier für Fischer auf 31,9 Prozent - hofft man auf einen guten Winter. "Wir produzieren derzeit nur nach den Vororderzahlen. Für die kommende Wintersaison ist es daher entscheidend, flexibel auf die Bedingungen zu reagieren. Die gesamte Industrie rechnet durchaus mit einem Beschaffungsstau zu dem Zeitpunkt, an dem verstärkte Nachfrage - etwa durch einen schneereichen Winter - auftaucht", so Dietachmayr weiter. Lernen will Fischer auch durch Fehler, die im letzten Winter im Bereich der Kommunikation gemacht wurden. So sei zwar wenig Schnee in Österreichs Skigebieten gefallen, die Pistenbedingungen waren jedoch weitgehend gut bis sehr gut. "Dies wurde jedoch durch die Klimawandeldebatte vollkommen überlagert und ging daher in den Medienberichten unter", sagt Dietachmayr. Das Projekt "Österreich - Wintersportland Nummer Eins", das in Zusammenarbeit mit der Österreich Werbung, den österreichischen Seilbahnen, dem Bundesgremium des Sportartikelhandels und der Bundessparte Verkehr initiiert wurde, soll hier Abhilfe schaffen und unter anderem die Jugend wieder zum Skifahren bringen. Schwierig bezeichnet Dietachmayr auch die Zukunft des Standorts Ried. "Ried ist infrastrukturell für wachsende Unternehmen nicht gerichtet." Derzeit gibt es rund 600 Arbeitsplätze am Standort Ried - eine Reduktion von rund 150 Personen wurde im vergangenen Geschäftsjahr durchgeführt, der derzeitige Personenstand soll jedoch gehalten werden. Die Verlagerung der Produktion in die Urkaine in den letzten Jahren hat bereits im letzten Jahr dazu geführt, dass rund 60 Prozent der produzierten Ski dort gefertigt werden. "Eine weitere Verlagerung ist natürlich verlockend. Dennoch setzen wir auf den Standort Ried, auch wenn dabei nicht immer profitorientierte Überlegungen im Vordergrund stehen", so Dietachmayr abschließend. (Ende)
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