|
VORSCHAU
Sponsored Links
PRESSETERMINE
Wiener Neudorf
13.02.2012 00:00 Mozarthaus der Wirtschaft 13.02.2012 00:00 Hotel Park Hyatt 13.02.2012 00:00 AKTUELLES PRESSEFOTO
IR Nachrichten
10.02.2012 08:35
Schlumberger AG
06.02.2012 17:40
Open Market TV AG
03.02.2012 14:15
Schlumberger AG
EUROPA NACHRICHTEN
LEBEN
So, 12.02.2012
pte20070928018 Umwelt/Energie, Auto/Verkehr
Agrotreibstoffe lösen Verkehrsproblematik nicht
Umweltorganisation kritisiert Scheinlösung der tatsächlichen Situation
Wien (pte018/28.09.2007/13:31) - Die fünfprozentige Agrosprit-Beimischung zu Benzin, die mit 1. Oktober in Österreich in Kraft tritt, ist nur eine Scheinlösung des tatsächlichen Verkehrsproblems. Zu diesem Schluss kommt die Umweltorganisation GLOBAL 2000 http://www.global2000.at . Biomasse im Tank schütze nicht das Klima, sondern stelle lediglich eine kosmetische Maßnahme dar. Die Temporeduzierung um 20 km/h auf Autobahnen würde mehr Beitrag zum Klimaschutz sein, als die Beimischung von Agrotreibstoffen zum fossilen Brennstoff. "Das Problem ist äußerst komplex", meint die Energie- und Klimareferentin Silva Herrmann von GLOBAL 2000 im pressetext-Gespräch. Man müsse zunächst verschiedene Punkte voneinander trennen: "Zwei Drittel der Kfz-Flotte in Österreich besteht aus Dieselfahrzeugen. Als Beimischung kommt hier Rapsöl in Frage", so Herrmann. In Österreich gebe es allerdings nicht genügend Raps aus heimischer Produktion, der für die gesamte Dieselflotte zur Verfügung stehe. Dazu müsse man auf Importe zurückgreifen. "Gerade beim Rapsanbau kommt vermehrt Gentechnik zum Einsatz", kritisiert die Expertin. Zudem sei die Klimabilanz von Raps nicht positiv. Bei den Benzinmotoren kommen hingegen stärke- und zuckerhaltige Pflanzen wie etwa Mais oder Getreide zum Einsatz, die zu Herstellung von Biosprit verwendet werden. "Viele dieser Pflanzen werden als Nahrungspflanzen angebaut. Um die 5,75-Prozent-Beimengung abzudecken, befürchten wir eine noch stärkere Intensivierung der Landwirtschaft", so Herrmann. Eine logische Folge davon sei ein vermehrter Pestizid- und Düngemitteleinsatz. "Angekündigt wird in diesem Zusammenhang auch ein Ende der Förderung so genannter Stilllegungsflächen." Eine noch intensivere Landwirtschaft wirkt sich negativ auf die Biodiversität aus. "Pro gefahrenem Kilometer spart eine fünfprozentige Äthanol-Beimengung nur ein Prozent der Treibhausgase ein", erklärt Herrmann. Das sei für eine wirksame Reduktion der Treibhausgase deutlich zu wenig. "Eine verkehrspolitische Energiewende ist unumgänglich. Eine fünfprozentige Agrosprit-Beimischung ist hingegen nur eine Scheinlösung, da den Autofahrern vorgegaukelt wird, dass unsere Art der Mobilität dadurch klimafreundlich ist und Klimaschutz Dass die Umweltorganisation keineswegs ein Gegner der Biomasse-Nutzung ist, will Herrmann deutlich betonen. "Biomasse ist unverzichtbar. Sie ist allerdings in der gekoppelten Wärme- und Stromerzeugung bis zu drei Mal effizienter und kann wesentlich kostengünstiger eingesetzt werden als bei der Erzeugung der derzeit genutzten Agro-Treibstoffe. Biomasse ist eine knappe Ressource und sollte daher möglichst wirksam für den Klimaschutz eingesetzt werden." Dass es dennoch Vorzeigeprojekte geschlossener Kreisläufe gibt, in denen Biomasse als Treibstoffe eingesetzt werden, leugnet Herrmann nicht. Dazu gehöre etwa das Grazer Modell, Altspeiseöl aus der Gastronomie für die Betankung der Busflotte zu verwenden. "Wir brauchen dennoch dringend eine Verkehrswende. Das ist die Kernaussage. Die Agrarsprit-Beimischung ändert nämlich am Problem nichts." Die Hälfte der vom Umweltbundesamt berechneten Einsparungen an Treibhausgasen durch eine fünfprozentige Agrarsprit-Beimischung werde allein durch den Mehrverbrauch der 200.000 SUVs und Geländeautos in Österreich wettgemacht. "Intensiver Energiepflanzenanbau ist definitiv der falsche Weg", erklärt die Expertin abschließend gegenüber pressetext. (Ende)
PRESSETEXT.TV
BauProfi QUESTER setzt auf Nachhaltigkeit 02.02.2012 MONSTER JOBCORNER
FOCUSTHEMA
SPECIALS
Werbung
middleAdvertising
|