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pte20070928010 Medien/Kommunikation, Computer/Telekommunikation
Disney stellt Mobilfunk-Geschäft ein
Virtuelle Netzbetreiber in USA zunehmend unter Druck
Disney stellt auch zweiten Mobilfunkservice ein (Foto: disney.de)
Disney stellt auch zweiten Mobilfunkservice ein (Foto: disney.de)

Los Angeles (pte010/28.09.2007/11:30) - Der Unterhaltungskonzern Disney http://www.disney.com stellt sein Mobilfunk-Geschäft ein. Wie das Unternehmen gestern, Donnerstagabend, bekannt gegeben hat, wird der nach Disney benannte virtuelle Netzbetreiber (MVNO) den Verkauf von Handys sofort einstellen, das Angebot für bestehende Kunden soll bis Jahresende fortgeführt werden. Damit stellt Disney aufgrund des fehlenden Geschäftserfolges auch seinen zweiten Mobilfunkservice ein. Bereits im September 2006 beendete der Konzern nach nur acht Monaten das Geschäft von Mobile ESPN, dem zweiten von Disney gegründeten Mobilfunkservice.

Beide Disney-MVNOs konnten im Wettbewerb mit den großen Anbietern nicht bestehen und hatte Probleme seine Produkte bei großen Händlern unterzubringen. Nachdem das Unternehmen im vergangenen Herbst das Ende von Mobile ESPN bekannt gegeben hat, gab es sich bezüglich des zweiten Anbieters weiterhin optimistisch. Nun wird auch dieser vom Markt genommen. "Wir haben beschlossen, dass eine Änderung der Strategie die bessere Alternative ist, um ein profitables Wachstum im Mobilfunkgeschäft zu erzielen", sagt Steve Wadsworth, Geschäftsführer der Walt Disney Internet Group. Derzeit führe das Unternehmen Verhandlungen mit großen Netzwerkbetreibern, die einige der beliebtesten Disney-Services übernehmen könnten.

Der Markt für virtuelle Netzbetreiber wächst in Europa stetig weiter. Unternehmen wie etwa Tchibo in Deutschland verkaufen dabei selbst Mobiltelefone, nutzen jedoch das Netz bereits bestehender Netzbetreiber. In den USA schreiben dagegen immer mehr Anbieter rote Zahlen (pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=070920003 ). Disney hatte Anfang 2006 die zwei MVNOs Mobile ESPN und Disney Mobile gegründet. Der Konzern nutzte für den Service das Netzwerk von Sprint Nextel, verkaufte seine Produkte jedoch selbst. Angeboten wurden Mobiltelefone, die mit Inhalten von Disney vor allem Kinder und deren Eltern ansprechen sollten. Klingeltöne, Spiele oder die Möglichkeit für Eltern, ihre Kinder über das Handy zu lokalisieren, sollten das Geschäft ankurbeln.

Disney machte weder Angaben zu seinen Kundenzahlen noch zu den Investitionen, die für das MVNO-Geschäft aufgebracht wurden. Nach Angaben des Unternehmens habe Disney jedoch erkannt, dass die notwendigen Investitionen für das Wachstum des Verkaufserfolges nicht mehr zu rechtfertigen waren, schreibt das Informationsportal Redorbit News. Laut dem Bericht könnten 120 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verlieren, Disney versuche jedoch, sie in anderen Geschäftsabteilungen unterzubringen.

(Ende)

Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Victoria Schubert
Tel.: +43-1-81140-305
E-Mail:
pressetext.austria
   
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