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pte20070919015 Unternehmen/Finanzen, Handel/Dienstleistungen
US-Subprime-Krise: Europa mit blauem Auge davon gekommen
Fundamentaldaten zuversichtlich - Übergewichtung empfohlen
Fundamentaldaten in Europa weiterhin intakt (Foto: pixelio.de)
Fundamentaldaten in Europa weiterhin intakt (Foto: pixelio.de)

Wien (pte015/19.09.2007/12:15) - Die aktuellen Turbulenzen auf dem US-Hypothekenkreditmarkt treffen die Finanzmärkte in Euroland weitaus weniger stark als bislang angenommen. Solide Unternehmensdaten für das vierte Quartal sowie positive Fundamentaldaten des Euroraumes verbessern die Lage weiter. Folglich sollten Anleger in ihrem Portfolio Europa über- und die USA aufgrund geringerer Wachstumsperspektiven untergewichten. Zu diesem Ergebnis kommen Analysten der Erste Bank AG http://www.erstebank.at in ihrer heute, Mittwoch, vorgestellten "Global Strategy - Ausblick Internationale Finanzmärkte". "Zwar setzte das Platzen des Hypotheken-Hypes die globalen Märkte unter Druck, dennoch stellen die Notenbanken nach wie vor erhebliche Liquidität zur Verfügung, sodass von einer länger anhaltenden Finanzkrise nicht auszugehen ist", sagt der Head of Research Friedrich Mostböck gegenüber pressetext.

Laut ersten Schätzungen beläuft sich das Schadensausmaß der US-Immobilienkrise bislang auf rund 100 bis 200 Mrd. Dollar - dies entspricht nur rund 0,7 bis 1,4 Prozent des US-BIPs. Dabei ist die gemäßigte Kriseneinschätzung der Experten vor dem Hintergrund einer breiten Risikoverteilung auf viele Regionen und Banken zu sehen. Um den ins Stocken geratenen Liquiditätsfluss wieder in Gang zu bringen, sprechen sich die Volkswirte für eine erhöhte Transparenz aus, um künftig besser zu sehen, wie stark welche Finanzinstitute tatsächlich betroffen sind. "Die anstehende Bilanzierungsrunde für das dritte Quartal bietet dazu eine gute Gelegenheit, die Unsicherheiten bezüglich der Bankbilanzen zu vermindern", so Mostböck.

Den europäischen Aktienmarkt sehen die Experten von der Krise zwar betroffen, jedoch vor dem Hintergrund der nach wie vor positiven Fundamentaldaten und dem damit verbundenen Konjunkturaufschwung weiterhin als intakt. "Im schlimmsten Fall erwarten wir eine Verringerung der Investitionstätigkeit, was wiederum eine Abschwächung der Gewinnerwartung und eine negative Revisionstätigkeit zur Folge hätte", meint Erste-Bank-Aktienmarktanalyst Hans Engel auf Nachfrage von pressetext. Für den Euroraum wird für das vierte Quartal jedoch mit einem robusten BIP-Wachstum von 2,3 Prozent gerechnet. "Auch eine Rückbesinnung der Anleger auf die europäischen Fundamentaldaten würde unsere Prognose wachsender Kurssteigerungen gegen Ende des Jahres stützen", erklärt Engel.

Den US-Aktienmarkt sehen die Analysten infolge der Ereignisse zwar für geschwächt, aber nach unten hin abgesichert. Dennoch wird das Potenzial für einen Anstieg nicht allzu groß eingeschätzt, zumal die Wirtschaftsdynamik einen abgeschwächten Eindruck vermittelt. "Obwohl der europäische Aktienmarkt wesentlich weniger Kapital und höhere Volatilität besitzt, ist der generelle Wachstumstrend im aktuellen Marktumfeld hierzulande stärker erkennbar als in den USA", so Engel. US-Aktieninvestments sollten daher besonders in Hinblick auf Qualität der Bilanzen unter die Lupe genommen werden. US-Wachstumsaktien seien gegenüber meist fremdfinanzierten Value-Aktien zu favorisieren. "Allen Unkenrufen zum Trotz hat der repräsentative US-Aktienindex S&P 500 seinen Boden erreicht, sodass mittelfristig eine positive Entwicklung anzunehmen ist", analysiert Engel.

(Ende)

Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Florian Fügemann
Tel.: +43-1-81140-305
E-Mail:
pressetext.austria
   
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