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pte20070918022 Medien/Kommunikation, Medizin/Wellness
Videospielen im Sportunterricht
Dance Revolution soll unsportliche Jugendliche motivieren
Luton (pte022/18.09.2007/11:01) - Mit Hilfe des Videospiels Dance Revolution ist es einer Initiative in Großbritannien gelungen sportunwillige Jugendliche zu mehr Bewegung zu bringen. Bei dem populären Tanzspiel muss der Spieler auf einer elektronischen Matte Bewegungsabläufe ausführen, um seinen Punktestand zu erhöhen. Die Stadt Luton setzt Dance Revolution nun ein, um Schülerinnen in Bedfordshire zum Sport zu motivieren. "Man verbrennt beim Spielen zwischen 400 und 600 Kalorien in der Stunde", so Daniel Gill von der Organisation Active Luton http://www.activeluton.co.uk , die regionale Sport- und Freizeitprogramme gestaltet, gegenüber BBC. "Dieses und ähnliche Spiele funktionieren ähnlich wie Step- oder Koordinationstests und dabei kommt es natürlich zu einer körperlichen Belastung - diese kann herkömmlichen Bewegungsunterricht jedoch nicht ersetzen", erklärt Sepp Redl vom österreichischen Unterrichtsministerium. "Wir empfehlen daher keine computerbasierten Bewegungsprogramme für den Pflichtunterricht. Im privaten Bereich oder im Rahmen einer Schnupperstunde können solche Spiele jedoch Sinn machen, weil sie junge Menschen, die viel Zeit vor Bildschirmen verbringen, ansprechen." Die Arbeit mit dem Videospiel ist in vielen Punkten mit normalem Sport vergleichbar. "Koordination, Gleichgewicht, Gesundheit von Herz sowie Kreislauf und Ausdauer werden dadurch gefördert", erzählt Gill. "Man kann die Intensität der Übung verändern und an das Niveau anderer Sportarten anpassen." Mellone Curtis, Direktorin einer der an dem Programm teilnehmenden Schulen, sieht in der Initiative sogar einen Weg, um Abhilfe für ein nationales Gesundheitsproblem zu schaffen: "Immer mehr Kinder werden übergewichtig, eine Strategie ist es, die Teilnahme am Sport zu erhöhen - mithilfe des Videospiels funktioniert das." "Die Frage ist, ob man Jugendliche mit diesen Spielen längerfristig motivieren kann", zweifelt Redl. "Wenn jemand ohnehin bewegungsbereit ist, gibt es kein Problem, denn er wird sich auch auf diese neue Art der Bewegung einlassen. Bei Menschen, die Sport grundsätzlich abgeneigt sind, dürfte die Bindung eher kurzfristig bleiben", so Redl abschließend gegenüber pressetext. (Ende)
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