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pte20070803018 Computer/Telekommunikation, Unternehmen/Finanzen
Ungarischer Telekom-Markt im Umbruch
Zunehmender Wettbewerb durch neue Technologien
München/Budapest (pte018/03.08.2007/13:45) - Der ungarische Telekommunikationsmarkt wird derzeit von wenigen Anbietern dominiert, das Festnetzgeschäft ist rückläufig und das Geschäft am Mobilfunkmarkt stagniert. In absehbarer Zeit soll der Wettbewerb jedoch zunehmen und durch neue Geschäftsmodelle belebt werden. Dies geht aus einer aktuellen Studie der Beratungsunternehmen goetzpartners http://www.goetzpartners.com und Consolidus http://consolidus.hu hervor. Trotz veränderter Rahmenbedingungen wird sich der Markteintritt aber auch in Zukunft für neue Anbieter schwierig gestalten. Stagnierende oder sinkende Penetrationsraten sowie eine anhaltende Deregulierung treiben Festnetz-, Mobilfunk- und Kabelunternehmen dazu, neue Geschäftssegmente anzusteuern. Auch das Wachstum des Breitband-Marktes ist durch die geringe Verbreitung von Computern beschränkt. Neue Konvergenz- und Substitutionsprodukte könnten demnach in Zukunft dazu verwendet werden, neue Marktpotenziale für sich zu nutzen, so die Prognose der Studienautoren. Dies werde vor allem den Mobilfunk- und Internetbereich betreffen. "Neue Technologien wie UMTS, EDGE und WiMAX werden den Wettbewerb ankurbeln, weil sie für etablierte und teilweise auch neue Anbieter im Mobilfunkmarkt neue Geschäftsmodelle ermöglichen", erklärt Armin Raffalski, Partner bei goetzpartners. Etablierte Marktstrukturen werden aufgebrochen und der Trend zeigt im Vergleich zur bisher technischen Orientierung in Richtung eines kundenorientierten Ansatzes, so ein weiteres Ergebnis der Studie. Die Neuausrichtung des Marktes geht jedoch nicht mit einem Anstieg der Marktteilnehmerzahl einher. Die beiden Beratungsunternehmen rechnen damit, dass sich die bestehenden Marktstrukturen voraussichtlich weiter verfestigen werden. Zwar entstehen Chancen für neue Marktteilnehmer, diese hängen jedoch auch davon ab, ob der ungarische Regulierer neue Geschäftsmodelle ermöglicht. Auch der Rückzug eines etablierten Markteilnehmers könnte den Einstieg eines neuen Akteurs ermöglichen. Für ausländische Unternehmen markierte der EU-Beitritt Ungarns im Jahr 2004 den Auftakt für den vereinfachten Zugang zum lokalen Telekommunikationsmarkt. Die Liberalisierung wurde vorangetrieben und lockte zahlreiche ausländische Investoren wie die Deutsche Telekom, Vodafone oder Tele Danmark an. Derzeit wird der ungarische Telekommunikationsmarkt von drei bis vier relevanten Anbietern in den einzelnen Marktsegmenten bestimmt. Besonders dominant fällt dabei der Marktanteil des heimischen Unternehmens Magyar Telekom aus. Diese hält 79 Prozent des Marktanteils im Festnetzsegment, 44 Prozent im Mobilfunksektor sowie 43 Prozent im Internet- und 19 Prozent im Kabelgeschäft. (Ende)
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