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Sa, 11.02.2012
pte20070802025 Unternehmen/Finanzen, Computer/Telekommunikation
Balda: Gewinnwarnung nach Touchscreen-Turbulenzen
Anhaltende Verluste trüben Halbjahresbilanz
Bad Oeyenhausen (pte025/02.08.2007/13:50) - Der Hightech-Konzern Balda http://www.balda.de hat den Sprung aus der Verlustzone auch im ersten Halbjahr 2007 nicht geschafft. Der Wegfall des europäischen BenQ-Geschäftes setzte dem Konzern in den ersten sechs Monaten stark zu. Die Umsatzerlöse brachen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um mehr als 20 Prozent ein, beim operativen Ergebnis vor Abzug der Steuern wurde ein Verlust verbucht, gab Balda heute, Donnerstag, bekannt. Für das Gesamtjahr gab Balda zudem eine Gewinnwarnung aus. Grund sind kurzfristige Spezifikationsänderungen eines Touchscreen-Auftrages, die zu einer Verschiebung der erwarteten Gewinne führen. Nachdem die Verluste des Unternehmens auch im ersten Quartal 2007 anhielten, setzte Balda große Hoffnungen auf die zweite Jahreshälfte, die vor allem durch Aufträge im Touchscreen-Bereich Zuwächse bringen sollte (pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=070502022 ). Kurz vor Produktionsbeginn eines wichtigen Auftrages habe sich der Kunde jedoch für eine andere Touchscreen-Spezifikation entschieden, die eine Änderung der Produktionsanlagen sowie eine Verschiebung des Produktionsstarts nach sich zog. Medienspekulationen zufolge handelt es sich bei dem namentlich nicht genannten Kunden um Apple und Touchscreens für dessen iPhone. Balda bestätigte dies bislang jedoch nicht. Das Unternehmen rechnet künftig mit einer weiter steigenden Nachfrage im Bereich Touchscreen-Lösungen. 2008 wird der Konzern deshalb voraussichtlich die Produktionskapazität erhöhen. Der Gesamtumsatz des Unternehmens sank im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres um 21,3 Prozent auf 129,4 Mio. Euro. Dem Vorsteuergewinn des ersten Halbjahres 2006 (11,8 Mio. Euro) steht nun ein Verlust von 6,7 Mio. Euro gegenüber. Während das europäische Geschäft der Handy-Ausrüster-Sparte Infocom durch das Aus von BenQ Mobile schwächelt, konnte Balda am asiatischen Markt weiter zulegen. In der ersten Jahreshälfte setzte der Konzern insgesamt 80,3 Mio. Euro (plus 37,7 Prozent) in Asien um. Demnach werden bereits 62 Prozent des Konzernumsatzes in der Region erwirtschaftet. Damit fällt Europa hinter Asien als zweitstärkste Region mit einem Umsatzanteil von 33,4 Prozent zurück. Das europäische Geschäft wurde neben dem Wegfall des BenQ-Geschäftes auch durch Produktionsverlagerung eines wichtigen Kunden nach Asien negativ beeinflusst. Der entstandene Verlust konnte auch durch eine Neuausrichtung der Vetriebsaktivitäten nicht kompensiert werden. Für das Gesamtjahr geht Balda nun nicht mehr davon aus, die gesetzten Umsatz- und Ergebnisziele zu erreichen. Bislang hatte das Unternehmen einen Umsatz von 600 bis 650 Mio. Euro erwartet, der Vorsteuergewinn sollte zwischen 50 und 55 Mio. Euro betragen. Die Änderung der Touchscreen-Spezifikation habe jedoch "erhöhte Unsicherheiten über Umsatz und Ergebnis des zweiten Halbjahres" zur Folge, die bisherigen Planungen könnten voraussichtlich nicht eingehalten werden, heißt es in einer Aussendung des Unternehmens. Umsatzerlöse aus dem geänderten Touchscreen-Auftrag und damit Auswirkungen auf das Ergebnis werden sich nach Ansicht des Unternehmens auf 2008 verschieben. Das europäische Infocom-Geschäft werde sich zudem bis Jahresende nicht erholen. (Ende)
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