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Fr, 25.05.2012
pte20070726019 Unternehmen/Finanzen, Umwelt/Energie
Schmack Biogas: Umsatzwarnung lässt Aktie schwanken
Halbjahr mit erhöhtem Verlust abgeschlossen
Schwandorf (pte019/26.07.2007/12:02) - Schmack Biogas http://www.schmack-biogas.com hat seine bisherige Prognose für das Gesamtjahr 2007 zurückgenommen. Der Umsatz soll nun bei 140 bis 150 Mio. Euro statt wie bisher zwischen 150 und 170 Mio. Euro liegen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) wird voraussichtlich minus sechs Mio. Euro betragen (2006: 4,4 Mio. Euro), wie das Unternehmen heute, Donnerstag, berichtete. Die Aktionäre des Herstellers und Betreibers von Biogasanlagen zeigten sich enttäuscht. Der Aktienkurs gab im Verlauf des Vormittages zeitweise um mehr als 30 Prozent nach. "Unternehmensspezifisch ist einiges an Vertrauen verloren gegangen", sagt Manfred Jaisfeld, Analyst der National-Bank, im Gespräch mit pressetext. Fraglich sei, ob das Unternehmen den bevorstehenden Verlust nicht schon früher hätte bekannt geben können. Die erste Hälfte des laufenden Geschäftsjahres schloss das Unternehmen mit einem EBIT von minus elf bis minus zwölf Mio. Euro ab, so das vorläufige Ergebnis. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres lag das EBIT bei minus 1,3 Mio. Euro. Der Umsatz soll sich gegenüber dem ersten Halbjahr 2006 (28,3 Mio. Euro) etwas mehr als verdoppelt haben. Grund für die erhöhten Verluste sind starke Umsatzrückgänge aus dem Verkauf von Biogasanlagen im landwirtschaftlichen Sektor, die vor allem im zweiten Quartal spürbar wurden. Diese Entwicklung im bislang margenstärksten Segment betreffe jedoch die gesamte Branche und werde sich in naher Zukunft fortsetzen, heißt es bei Schmack Biogas. Die Auswirkungen des Umsatzrückganges in diesem Sektor sowie der dadurch verringerte Ausblick lässt die Aktie des Unternehmens deutlich schwanken. Bei Redaktionsschluss dieser Meldung (12 Uhr) notierte das Wertpapier mit minus 34,11 Prozent bei 32,26 Euro. Inwiefern sich die verringerte Gesamtprognose mittelfristig auf den Aktienkurs auswirken wird, sei derzeit noch nicht abschätzbar, fügt Jaisfeld hinzu. Für das Gesamtjahr war von Analysten ein EBIT von rund 12,3 Mio. Euro erwartet worden. Der prognostizierte Gewinneinbruch kam demnach sehr überraschend, so Jaisfeld. Auch die Probleme im landwirtschaftlichen Bereich wären bislang nicht in diesem Ausmaß absehbar gewesen. Um dem Negativtrend im landwirtschaftlichen Sektor entgegenzuwirken, will sich Schmack Biogas stärker auf Energieversorger als Kunden fokussieren. Ebenso plant das Unternehmen, sich verstärkt auf den Bau von Großanlagen der nächsten Generation zu konzentrieren. Hier sei jedoch aufgrund der noch fehlenden Marktreife derzeit nicht mit hohen Margen zu rechnen, weshalb im Moment das Geschäft mit Energieversorgen in den Vordergrund rücke. Trotz verringerter Umsatzprognose hebt das Unternehmen den positiven Auftragsbestand der ersten Jahreshälfte hervor. Per Ende Juni lag dieser bei mehr als 145 Mio. Euro. "Die Branche bietet nach wie vor ein sehr aussichtsreiches Umfeld", weist Jaisfeld auf die positiven Rahmenbedingungen hin. Von dem künftigen Potenzial der Branche würden langfristig vor allem die beiden Komplettanbieter Schmack Biogas und EnivTec Biogas profitieren können. (Ende)
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