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pte20070709020 Medizin/Wellness, Medien/Kommunikation
Botox-Injektionen im Versandhaus
Britische Bekleidungsfirma bietet Eingriffe per Katalog an
Mediziner kritisieren die Firma Transform (Foto: transforminglives.co.uk)
Mediziner kritisieren die Firma Transform (Foto: transforminglives.co.uk)

London (pte020/09.07.2007/12:45) - Eine ungewöhnliche Werbekooperation des Versandhauses Grattan http://www.grattan.co.uk und des größten englischen Anbieters für Schönheitschirurgie Transform http://www.transforminglives.co.uk erhitzt die Gemüter britischer Mediziner. So findet sich im Katalog der Firma Grattan neben den neuesten Bekleidungstrends beispielsweise auch die faltenstraffende Botox-Injektion - Ratenzahlung inklusive. Die Tatsache, dass nur nicht-chirurgische Behandlungen angeboten werden, beruhigt die Experten nicht. "Die Werbung zielt darauf ab, die Behandlungen zu verharmlosen. Den Konsumenten wird hier vorgegaukelt, dass die Eingriffe keinerlei Nebenwirkungen oder Gefahren mit sich bringen. Aber das ist falsch", erklärt Maria Deutinger von der österreichischen Gesellschaft für plastische Chriurgie http://www.plastischechirurgie.org im Gespräch mit pressetext.

Nichtsdestotrotz wird die Behandlung mit dem muskellähmenden Stoff Botox in Großbritannien immer populärer. Für Pat Dunion von Transform bedeutet die Kooperation mit Grattan eine weitere Ausweitung des Marktes für nicht-chirurgische, ästethische Behandlungen. Transform habe 30 Jahre Erfahrung in diesem Bereich und beschäftigt in insgesamt 22 Kliniken ausschließlich Spezialisten. Die British Association of Aesthetic Plastic Surgeons (BAAPS) http://www.baaps.org.uk lässt dieses Argument jedoch nicht gelten. "Ich bin überrascht, dass ein Unternehmen, das behauptet qualitativ hochwertig zu arbeiten, sich dafür entscheidet in einem Kleidungskatalog zu werben", kommentiert BAAPS-Präsident Douglas McGeorge.

"Auch bei kleinen Eingriffen ist die Beratung einer Fachfrau oder eines Fachmannes wichtig", kritisiert Deutinger. Auch McGeorge warnt vor ungewünschten Folgen: "Nebenwirkungen mögen bei Injektionen selten sein, aber sie kommen vor, und die neuesten Warnungen der Hersteller betonen die Wichtigkeit von guter Beratung und umfassender Information." Ein Statement des Herstellers von Botox, Allergan http://www.allergan.com , hätte erst vor kurzem auf mögliche Gefahren hingewiesen. Dass die ungewöhnliche Werbekooperation Schule machen wird, glaubt Deutinger nicht: "Ich glaube, dass man in Österreich vor solchen Strategien eher zurückschrecken würde", so die Expertin gegenüber pressetext.

(Ende)

Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Georg Eckelsberger
Tel.: +43-(0)1-81140-111
E-Mail:
pressetext.austria
   
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