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Fr, 25.05.2012
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pte20070705001 Medien/Kommunikation, Kultur/Lifestyle
Independent-Filmproduzenten pfeifen auf Kinos
Filme sollen auf direktem Weg ins Internet
Kino im Internet (Foto: moviepol.com)
Kino im Internet (Foto: moviepol.com)

London (pte001/05.07.2007/06:15) - Eine Gruppe von Independent-Filmemachern rund um die irische Regisseurin Mary McGuckian will Filme künftig direkt ins Internet bringen und auf das Kino vollkommen verzichten. Wie der Guardian berichtet, soll Ende des Sommers eine Online-Plattform namens MoviePol http://www.moviepol.com gestartet werden. Auf dieser werden dann komplett neue Produktionen zu sehen sein, die nie zuvor auf irgendeiner Leinwand gespielt wurden. Damit wollen sich die Filmproduzenten gegen die Übermacht der Hollywood-Blockbuster und deren Vorzugsstellung bei US-Kinos zur Wehr setzen.

"Es wird immer schwieriger, einen Film auf die Leinwand zu bringen. Und selbst wenn eine Produktion in den USA zu sehen ist, so ist die Veröffentlichung in anderen Ländern trotzdem sehr schwierig", sagt McGuckian. Darum wurde die Idee der direkten Online-Vermarktung geboren. Damit könne ein Film auf Anhieb ein viel breiteres Publikum erreichen und zahlreiche Produktionen, die von den Kinobetreibern verschmäht werden, würden endlich den Weg an die Öffentlichkeit finden. Moviepol soll sich - geht es nach den Filmemachern - quer über den Globus hinweg zu einem lokalen Online-Arthouse-Kino entwickeln.

Das Projekt wurde erstmals bei den Filmfestspielen in Cannes im vergangenen Mai vorgestellt. Moviepol ist durchaus ein Teil eines zunehmenden Trends unter Filmproduzenten, sich einen direkten Weg ins Internet zu bahnen. Viele Regisseure und Autoren sind mittlerweile der Ansicht, dass die weltweite Filmvermarktung zu sehr monopolisiert stattfindet und dass nur noch kommerzielle Aspekte die Branche dominieren. Die voranschreitende Verbreitung von Breitband-Internet und die Einführung kopiergeschützter Software ermutigen immer mehr Filmemacher dazu, auf das Kino als Vertriebsplattform zu verzichten.

Die Kinobetreiber haben aber nicht nur mit dem Internet als Konkurrenten zu kämpfen. Viele Filmproduktionen werden heute auch auf direktem Weg als DVD auf den Markt gebracht (pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=070421007 ). Hinzu kommen Exklusivitätsansprüche seitens der Kinos, die für Unmut bei Produzenten sorgen. So bestehen Kinobetreiber in der Regel darauf, dass ein Film 17 Wochen den Lichtspieltheatern vorbehalten bleibt und nur wenige wollen sich auf das Risiko einlassen, einen Film zu zeigen, der bereits im Netz veröffentlicht wurde.

(Ende)

Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Claudia Zettel
Tel.: +43-1-81140-314
E-Mail:
pressetext.austria
   
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