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pte20070628017 Medizin/Wellness, Forschung/Technologie
Protein CD4OL für Cholesterinbildung verantwortlich
Eiweiß wird bereits bei Kindern gefunden
Rom (pte017/28.06.2007/10:50) - Ein Forscherteam des Policlinico Umberto I http://www.policlinicoumberto1.it in Rom und des Instituts für experimentelle Medizin an der Università La Sapienza http://www.uniroma.it hat ein Protein entdeckt, das bei der Bildung von Cholesterin eine entscheidende Rolle spielt. Dieses unter der wissenschaftlichen Bezeichnung CD4OL bekannte Eiweiß wurde bei Kindern gefunden, deren Blut einen chronisch hohen Cholesterinspiegel aufwies. Einzelheiten der Studie sind in der Zeitschrift der amerikanischen Gesellschaft für Kardiologie (Jacc) beschrieben. Eine Gegenüberstellung von zwei verschiedenen Testgruppen mit jeweils vierzig Kindern hatte gezeigt, dass im Blut der Kinder mit überdurchschnittlichen Cholesterinwerten auch eine hohe Konzentration an CD4OL vorhanden war. Dieses Protein begünstigt die Anreicherung von Cholesterin in den Blutbahnen und folglich auch die Entstehung von Entzündungen, die zu schweren Herzkranzgefäßerkrankungen wie einem Infarkt führen können. "Es handelt sich um eine Entdeckung mit großer sozialer Tragweite, da anhand von Therapien im Kindesalter die Zahl der Herzinfarkte und somit auch der Kostenaufwand im staatlichen Gesundheitswesen erheblich gesenkt werden kann. Zwar handelt es sich bei einem Infarkt um eine Pathologie, die erst im Erwachsenenalter auftaucht. Da ihre Grundlagen jedoch bereits im Kindesalter entstehen, sollten alle Möglichkeiten der Prävention genutzt werden", so Projektleiter Francesco Violi. Eine Stichprobenuntersuchung an 1.671 jungen Italienern hat ergeben, dass 20 bis 30 Prozent der Sechs- bis 14-Jährigen Cholesterinwerte von 170 Milligramm pro Liter und mehr aufweisen. Derartige Untersuchungen sind im Kindesalter jedoch nicht üblich, zumal mit der Anomalie auch keine sichtbaren Symptome verbunden sind. Deshalb raten die Forscher zu einer regelmäßigen Überwachung ab dem zweiten Lebensjahr - zumindest für den Fall , dass die Kindeseltern an Cholesterinüberschuss leiden oder in der Familie bereits Beispiele von Herzinfarkten bekannt sind. Der Herzinfarkt zählt in Italien mit 43 Prozent der Sterbefälle zu den häufigsten Todesursachen. "Bei einem Anteil von 20 Prozent an hypercholesterinämischen Kindern ist damit zu rechnen, dass in 30 bis 40 Jahren mindestens zwei Prozent von ihnen mit Pathologien der Herzkranzgefäße zu kämpfen haben", so Violi weiter. "Dabei ist im Kindesalter eine gezielte Umstellung der Ernährungsgewohnheiten ausreichend, um diese Gefahr weitgehend zu vermeiden." (Ende)
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