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pte20070628002 Computer/Telekommunikation, Unternehmen/Finanzen
Mobilfunker geben WLAN-Handys eine Chance
Technologie soll herkömmliche Netze ergänzen
New York (pte002/28.06.2007/06:20) - Bisher sind WLAN-fähige Handys bei den Mobilfunkbetreibern auf Ablehnung gestoßen. Groß war die Angst vor einer Kannibalisierung der Umsätze im Sprach- und Datengeschäft. Nun erwärmen sich US-Mobilfunker aber für die mobile Internet-Telefonie, wie das Wall Street Journal (WSJ) berichtet. Erst kürzlich hat T-Mobile in den USA seinen WLAN-Dienst "Hotspot at Home" (pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=070503029 ) gestartet. Die Provider würden WLAN mittlerweile als Ergänzung und weniger als Bedrohung betrachten, schreibt das WSJ. Während einige Betreiber durch das Angebot von WLAN-Services ihre löchrigen Netze stopfen oder die Überbelastung der Infrastruktur durch Multimedia-Services umgehen wollen, bieten andere WLAN-basierende Gespräche als Premium-Dienst an. Damit soll nicht zuletzt verhindert werden, dass Drittanbieter wie Skype, dessen mobile Version bisher fünf Mio. Mal heruntergeladen wurde, die Sprachumsätze der Mobilfunker schmälern. In jedem Fall rechnet die Branche damit, dass die Bedeutung von WLAN am Handy sprunghaft zunimmt. Laut ABI Research soll 2011 bereits jedes vierte verkaufte Handy mit WLAN-Funktion ausgestattet sein. 2006 waren es gerade 0,2 Prozent. In Europa feilen derzeit Mobilfunkbetreiber wie Telecom Italia, British Telecom oder Orange an WLAN-Angeboten. In Deutschland hatte T-Mobile einen ähnlichen Service allerdings wegen mangelndem Kundeninteresse eingestellt. Langfristig werden sich diese Konzepte jedoch durchsetzen, zeigt sich etwa Berlecon-Research-Analyst Philipp Bohn überzeugt. So setzen zunehmend auch Handyhersteller auf WLAN-fähige Handys. Analysten sagen den so genannten Dual-Mode-Handys, die sowohl Mobilfunk- als auch WLAN-Standard beherrschen, rosige Zeiten voraus. Laut einer Studie von Juniper Research wird der Markt für VoIP-Equipment, von dem der Großteil auf Hybrid-Mobiltelefone entfällt, bis 2012 auf 82 Mrd. Dollar anwachsen. Die Nutzung von WLAN-Services kann allerdings zu einer höheren Belastung für die Handy-Akkus führen. Zudem ist die Abdeckung großteils lokal beschränkt und den Usern drohen bei der Nutzung über längere Strecken Gesprächsabbrüche. Diesem Problem begegnet T-Mobile mit dem automatischen Übergang zwischen WLAN- und GSM-Netz. Weltweit verfügt T-Mobile gemeinsam mit Roaming-Partnern über rund 40.000 Hotspots, die etwa in den Lounges der Deutschen Bahn und der Lufthansa sowie in speziell ausgestatteten ICE-Zügen genutzt werden können. (Ende)
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