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Sa, 11.02.2012
pte20070620036 Computer/Telekommunikation, Unternehmen/Finanzen
Neues Nokia-Outfit passt Börsianern nicht
"Rückschritt bei Transparenz in der Finanzberichterstattung"
Espoo/Frankfurt am Main (pte036/20.06.2007/13:57) - Nokia http://www.nokia.com verpasst sich eine neue Struktur. Wie der finnische Handyriese heute, Mittwoch, mitteilte, soll die bisherige Gruppenstruktur ab 1. Januar einer Gliederung in die drei Geschäftsbereiche "Devices", "Services & Software" sowie "Markets" weichen. Die geplante Reduzierung der in der Finanzberichterstattung zu berücksichtigenden Segmente auf "Devices & Services" sowie "Nokia Siemens Networks" stößt allerdings an der Börse auch auf Kritik. "Sollte sich Nokia nicht entschließen, Zusatzinformationen zu geben, bedeutet dies für Investoren und Analysten in punkto Transparenz einen klaren Rückschritt", moniert Sal.-Oppenheim-Analyst Nicolas von Stackelberg gegenüber pressetext. Nokia erhofft sich von der Neugliederung unter anderem eine bessere Handhabung seines Geräteportfolios sowie eine kürzere Vorlaufzeit bei der Vermarktung seiner Produkte. "Die sogenannte Time-to-Market ist bekanntermaßen die Achillesferse bei Nokia", meint von Stackelberg. So habe Nokia sowohl den Trend zu Klapp- als auch zu ultradünnen Handys verschlafen. Nun steht der Konzern unter Druck, den von Apples iPhone ausgelösten Trend zum kostspieligen Touchscreen-Handy nicht zu verpassen. Während mit dem LG Prada und dem HTC Touch bereits entsprechende Geräte auf dem Markt sind, lässt eine Nokia-Variante noch auf sich warten. Große Erwartungen hegt Nokia außerdem im Internetbereich, denen die Einrichtung des neuen Segments "Services & Software" Rechnung tragen soll. Zu konkreten Lösungen hält sich der Konzern aber weiter bedeckt. "Denkbar sind etwa die Bereiche Navigation, Musikdownload oder mobile E-Mail-Lösungen", vermutet von Stackelberg. Hier hat Nokia in letzter Zeit eine Reihe von Zukäufen getätigt. So übernahm der Handykonzern im vergangenen Jahr den britischen Online-Musikanbieter Loudeye. Außerdem könnte ein zweiter Anlauf im Games-Bereich bevorstehen, so von Stackelberg, nachdem das Spieleterminal N-Gage sich eher als Flop erwiesen hat. "Die Konvergenz der Mobilfunkkommunikation und des Internetgeschäfts eröffnet uns neue Wachstumsmöglichkeiten, sowohl im Gerätebereich als auch bei Internetservices für Verbraucher und Unternehmen", betont Nokia-Chef Olli-Pekka Kallasvuo in einer entsprechenden Aussendung. Um strategische Optionen und Wachstumspotenziale besser ausloten zu können, ernennt Nokia Mary McDowell zum Chief Development Officer. "Devices" wird zukünftig von Kay Öistämö geleitet. Niklas Savander soll "Services & Software" anführen und Anssi Vanjoki als Chef des Segments "Markets" fungieren. (Ende)
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