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Mo, 13.02.2012
pte20070605030 Computer/Telekommunikation, Forschung/Technologie
Virtuelle Zeitreise in 4D zu Kaiser Franz
Wiener Forschungsprojekt entwickelt Google-Earth-Gedanken weiter
Wien (pte030/05.06.2007/13:18) - Ein völlig neuartiges geschichtliches Erleben im virtuellen Raum verspricht das Wiener Forschungsprojekt "The Josefsplatz Experience" http://www.josefsplatz.info , das heute, Dienstag, in Wien vorgestellt wurde. In zweieinhalbjähriger Arbeit wurden in Zusammenarbeit mehrerer Forschungsinstitutionen der Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek sowie der Josefsplatz und die angrenzenden historischen Gebäude virtualisiert. Besonderes Augenmerk legten die Wissenschaftler dabei auf die Integration historischer Pläne und alter Zeichnungen. Das dadurch entstandene 4D-Modell lässt Benutzer die Veränderungen des Platzes über die Jahrhunderte hinweg erlebbar machen. "Die derzeitigen Virtualisierungsprojekte wie Google Earth und Virtual Earth beschäftigen sich mit der detailgetreuen Abbildung des Ist-Zustands. Zukünftig wird aber der Zeitachse als Zusatzdimension eine ganz wesentliche Rolle zukommen", meint Georg Stonawski, Geschäftsführer des federführenden Forschungsinstituts vrvis http://www.vrvis.at , im pressetext-Interview. Die Zeit als vierte Dimension sei insofern wichtig, da die Menschen sehr an der historischen Entwicklung von Gebäuden und Städten und den damit verbundenen Veränderungen interessiert seien. Das vorgestellte Projekt komme diesem Wunsch nach und sei in dieser Hinsicht auch zukunftsweisend, was die Weiterentwicklung von virtuellen Stadtmodellen betreffe, so Stonawski. Die Applikation, die sowohl für Standcomputer als auch für mobile Geräte vorgesehen ist, arbeitet mit einer Reihe multimedialer Inhalte. Während der virtuellen Navigation über den Platz bzw. durch den Prunksaal können Anwender einzelne Objekte ansteuern und mehr über deren Geschichte erfahren. Auch Videos und Musikbeispiele sind im virtuellen Modell integriert. Auf Wunsch des Benutzers kann das System auch eine computergenerierte Tour durch die Räumlichkeiten aufrufen und als elektronischer Guide bei Vor-Ort-Besuchen dienen. Die Zukunft der Technologie sehen die Wissenschaftler im ortsunabhängigen Abrufen der Inhalte vom Handy aus. "Die Entwicklung von multimedialen Mobiltelefonen mit GPS- und Ortungssensorik eröffnen völlig neue Möglichkeiten", zeigt sich auch Rainer Simon vom beteiligten Forschungszentrum Telekommunikation Wien http://www.ftw.at überzeugt. Gemeinsam mit Projektpartnern hat sich Simon daher schon dem nächsten Projekt "WikiVienna" verschrieben. So soll in den nächsten drei Jahren mit Hilfe von Handykamera-Bildern ein virtuelles 3D-Modell der Wiener Innenstadt entstehen (pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=070205029 ). (Ende)
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