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Mo, 13.02.2012
pte20070509003 Computer/Telekommunikation, Umwelt/Energie
Elektronik-Recycling wird zur wirtschaftlichen Überlebensfrage
Internationale Konferenz auf den Spuren von Apple und Co.
Wien (pte003/09.05.2007/06:10) - Das Recycling von Elektroschrott wird angesichts zunehmenden Ressourcenmangels immer mehr zu einem wirtschaftlichen Überlebensfaktor. Die Recycling-Konferenz ECO-X http://www.eco-x.at führt ab heute, Mittwoch, bereits zum zweiten Mal internationale Experten und Industrievertreter zusammen, um relevante Fragen und Entwicklungen rund um das Thema zu erörtern. "Die Umsetzung der E-Schrott-Richtlinie WEEE der Europäischen Union stellt Produzenten wie Recyclingbetriebe vor große Herausforderungen. Auf der ECO-X sollen daher alle von der WEEE Betroffenen an den Tisch geholt und gemeinsame Lösungen erarbeitet werden", so Christoph Herrmann, wissenschaftlicher Leiter des Kompetenzzentrums Elektronik und Umwelt (KERP) http://www.kerp.at und Chairman der Konferenz, im pressetext-Interview. In insgesamt 18 Sessions und auf drei Tage verteilt, werden über 90 Redner nicht nur über die Umsetzung der Richtlinie WEEE, sondern auch über neueste Recycling-Technologien sowie Lösungsansätze für Supply-Chain-Management und Rücknahmesysteme referieren. Neben technischen Fragen zur Wiederverwertung, Reparatur und Wiederherstellung will sich die Konferenz auch verstärkt dem Produktdesign und der damit verbundenen Herstellerverantwortung widmen. Weiters ist ein runder Tisch zum Thema "Harmonisierung der WEEE-Richtlinie in Zentraleuropa" geplant, zu dem Vertreter der Umweltministerien aus Österreich, Ungarn, Tschechien und der Slowakei geladen sind. "In den vergangenen Jahren hat sich Recycling für die Unternehmen von einem rein umweltpolitischen zunehmend zu einem wirtschaftlichen Thema entwickelt", meint Herrmann mit Hinweis auf den Ressourcenmangel in diversen Industriezweigen. Darüber hinaus habe in der Öffentlichkeit nicht zuletzt durch die Klimadiskussion eine Sensibilisierung stattgefunden, die Hersteller und deren Markenimage ebenfalls unter Druck setze, so Herrmann. Dies hatte zuletzt Elektronikgigant Apple am eigenen Leib verspüren müssen, nachdem Greenpeace Apple wiederholt auf den letzten Platz seines Elektroschrott-Rankings gereiht hatte (pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=070403032 ). Apple hat in der Zwischenzeit auf die wiederholten Angriffe der Umweltschützer reagiert und seinerseits die Initiative "A greener Apple" vorgestellt. Mithilfe der neuen Kampagne will man nicht nur das angekratzte Umweltimage wiederherstellen, sondern auch dafür sorgen, dass eine Reihe von giftigen Stoffen wie bromhaltige Flammschutzmittel nicht mehr in Apple-Produkten vorkommen. Auch das Recycling- und Rücknahme-Programm soll im Zuge der Initiative weiter ausgebaut werden. "Sich nicht mit dem Thema auseinanderzusetzen, können sich Unternehmen heutzutage einfach nicht mehr leisten", zeigt sich auch Konferenz-Chairman Herrmann überzeugt. Die mehrtägige Veranstaltung soll dabei als Brücke zwischen den einzelnen Forschungsdisziplinen, der Industrie, aber auch öffentlichen Behörden dienen. Die ECO-X findet vom 9. bis 11. Mai im Tech Gate Vienna statt und wird gemeinsam vom Kompetenzzentrum Elektronik & Umwelt KERP sowie dem Recycling Netzwerk Centrope organisiert. (Pressefotos zur Veranstaltung finden Sie unter http://fotodienst.at/browse.mc?album_id=1259 zum Download) (Ende)
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