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Mo, 13.02.2012
pts20070424024 Computer/Telekommunikation, Politik/Recht
OÖ-Kampagne der BSA erfolgreich: Hinweise auf illegale Raubkopien verdreifacht
Linzer Unternehmen muss 30.000 Euro Schadenersatz plus Verfahrenskosten leisten
Linz (pts024/24.04.2007/10:54) - Die Anfang März 2007 unter dem Motto "Raubkopierte Software: Das Netz zieht sich zu" gestartete Kampagne der Industrievereinigung Business Software Alliance (BSA) war ein voller Erfolg: Durch die verstärkte Aktivität hat sich die Anzahl der Hinweise auf den Einsatz von Raubkopien und unlizenzierter Software bei oberösterreichischen Unternehmen verdreifacht. Der Einsatz illegaler Software ist nicht nur Diebstahl, sondern führt auch zu Wettbewerbsverzerrung zu Lasten korrekt lizensierter Unternehmen. Die meisten der bei der BSA einlangenden Hinweise basieren auf diesem mittlerweile ausgeprägten Unrechtsbewusstsein. So fürchten beispielsweise Arbeitnehmer sowie verantwortliche IT-Administratoren neben technischen Sicherheitsproblemen auch rechtliche Konsequenzen gegen ihre Person. Daher wollen sie diesen Missbrauch nicht länger unterstützen. Im April 2007 wurde eine gerichtlich Hausdurchsuchung bei einem Unternehmen der Finanzbranche in Linz angeordnet. Bei dem darauf folgenden Strafverfahren gegen den Geschäftsführer aufgrund von Verwendung unlizenzierter Software verpflichtete sich das Unternehmen zu einer Schadenersatzzahlung von 30.000,- Euro. Darüber hinaus hat das Unternehmen die Pauschalgebühren des gerichtlichen Vergleichs zu tragen und die Pauschalkosten des Strafverfahrens zu ersetzen. Weiters ist für jede weitere einzelne Verletzung eine Vertragsstrafe von 300,- Euro zu bezahlen. Die gesamte Unternehmensgruppe muss nun im großen Umfang Lizenzen nachkaufen. "Seit Jahren klärt die BSA über Softwarepiraterie und den Wert geistigen Eigentums auf. Dies hat geholfen, die Piraterierate in Österreich in den letzten Jahren stetig zu senken. Allerdings gibt es leider immer noch Unternehmen, die das Risiko unlizenzierter Software in Kauf nehmen. Da das Unrechtsbewusstsein dieses Verhaltens mittlerweile schon sehr ausgeprägt ist, stoßen wir bei unseren Aktivitäten auf einen 'harten Kern' von Unternehmen, die sich meist wissentlich illegal verhalten", erklärt Georg Herrnleben, Director Zentral- und Osteuropa der BSA. "Mit unserer Kampagne haben wir eine klare Botschaft an unterlizenzierte Unternehmen gesendet: Bewusst illegales Verhalten geht auf Kosten der ehrlich und korrekt lizensierten Mehrheit der Unternehmer". "Durch den Einsatz illegaler Software entsteht nicht nur finanzieller Schaden bei der Softwareindustrie, sondern auch enorme Wettbewerbsverzerrung: Unternehmen, die ihre Software nicht lizensiert haben, können ihre Produkte zu niedrigeren Kosten anbieten als ein sich korrekt verhaltendes und voll lizensiertes Unternehmen. Wir werden diese Schieflage nicht unterstützen und haben unsere Ermittlungsaktivitäten für 2007 daher erweitert. Die vielen Hinweise machen uns bestimmt nicht stolz, sondern eher nachdenklich: Denn dadurch ist klar, dass wir einen Handlungsauftrag für noch intensivere Bemühungen zu Gunsten von mehr Fairness im Wettbewerb erhalten haben", so Herrnleben weiter. Informationen zur BSA (Ende)
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