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pte20070420002 Medizin/Wellness, Bildung/Karriere
Zahnheilkunde: "Kinder sind keine kleinen Erwachsenen"
Frühjahrssymposium führt Experten in Salzburg zusammen
Salzburg (pte002/20.04.2007/06:10) - "Kinder sind keine kleinen Erwachsenen", meint Verena Bürkle, Präsidentin der österreichischen Gesellschaft für Kinderzahnheilkunde (ÖGK), im pressetext-Interview. Wie mit Kindern in Zahnarztpraxen umgegangen werden sollte und welche Behandlungsmethoden besonders geeignet sind, versucht eine illustre Expertenrunde auf dem erstmals stattfindenden Frühjahrssymposium der ÖGK ab heute, Freitag, in Salzburg zu erörtern. Neben dem Seminarprogramm, das sich unter anderem mit Strategien zur Behandlung besonders ängstlicher Kindern beschäftigt, ist der zweite Tag des Symposiums am Samstag für eine Reihe von Fachvorträgen zum Thema reserviert. "Bei der Behandlung von Kindern spielt die Psychologie eine wichtige Rolle. Sie müssen Schritt für Schritt mit der Behandlungssituation und den verwendeten Geräten bekannt gemacht werden. Daher versucht man, zunächst mit ganz kleinen Eingriffen zu beginnen und Größeres erst nach und nach durchzuführen", erklärt Bürkle. Fachlich komme dazu, dass die Morphologie von Kinderzähnen ganz anders als die der Erwachsenen sei. Gewisse Behandlungsmethoden, etwa bei Füllungen oder Wurzelbehandlungen seinen nicht 1:1 übertragbar, so die Fachärztin. Während die Kinderzahnheilkunde in den USA bereits seit rund 50 Jahren etabliert ist, befindet sie sich in Europa immer noch in den Kinderschuhen. Im Gegensatz zu Deutschland, wo in den letzten fünfzehn Jahren ein regelrechter Boom eingesetzt hat, lassen sich die spezialisierten Kinderzahnarzt-Praxen in Österreich an einer Hand abzählen. Immer mehr Zahnärzte, die auch Erwachsene behandeln, haben sich aber bereits dem Thema angenommen und versuchen die gewonnenen Erkenntnisse auch in ihren Praxen in die Tat umzusetzen. Gerade die angst- und möglichst schmerzfreie Behandlung spielt dabei eine wesentliche Rolle. Neue Erkenntnisse aus diesem Bereich, wie etwa ein System für elektronisch gesteuerte Lokalanästhesie, wird der renommierte Schweizer Fachexperte Hubertus van Waes in seinem Vortrag am zweiten Tag des Symposiums referieren. "Von der Behandlung von Kindern kann man sich sicher auch für die Behandlung von Erwachsenen etwas abschauen", zeigt sich Bürkle überzeugt. Die Kommunikation spiele eine große Rolle. Zudem hätten viele Erwachsene auch deswegen mit Angst zu kämpfen, da sie bereits in der Kindheit schlechte Erfahrungen gemacht hätten. Hier würden neue Behandlungsmethoden, aber auch begleitende Methoden, wie ärztliche Hypnose, Abhilfe versprechen. (Ende)
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