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Mo, 13.02.2012
pte20070417018 Computer/Telekommunikation, Medien/Kommunikation
YouTube: Pirateriefilter vor Implementierung
Google wehrt sich gegen Monopolisierungsvorwürfe
Las Vegas (pte018/17.04.2007/11:49) - Google wird in Kürze einen Pirateriefilter auf der Videoplattform YouTube einführen. Das hat CEO Eric Schmidt gestern, Montag, im Rahmen einer Podiumsdiskussion auf der diesjährigen TV- und Medienkonferenz NAB http://www.nabshow.com angekündigt. Das neue System werde "Claim your Content" heißen und urheberrechtlich geschütztes Material automatisch identifizieren. Mit der Implementierung will Google die TV- und Filmbranche beruhigen, die ihre Rechte wiederholt durch YouTube-User verletzt sah und Google bzw. YouTube mangelnde Kooperationsbereitschaft vorwarf. Der Kabelsender Viacom etwa hat eine Milliarden-Klage gegen Google wegen Urheberrechtsverletzungen angestrengt (pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=070314019 ). "Entweder man macht Business mit ihnen oder man wird geklagt. Wir haben ersteres gewählt und sind bei letzterem gelandet", so Schmidt in Anspielung auf die Klage. Auch wehrte sich der Google-Chef dagegen, YouTube mit gleichen Mitteln zu messen wie normale TV- und Film-Angebote. Internet-Fernsehen wie über YouTube sei schon aufgrund der kurzen Clips eine ganz andere Medienkategorie und biete den Medienunternehmen zudem Zugang zu einer breiten und hoch aktiven Nutzerschaft. Der Google-CEO nutzte den öffentlichen Auftritt auch, um zu den Monopolvorwürfen im Rahmen der Doubleclick-Übernahme Stellung zu beziehen, die einige Mitstreiter wie Microsoft in einer ersten Reaktion lanciert hatten (pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=070416015 ). Microsofts Anschuldigungen seien grundfalsch, von einer Monopolisierung des Online-Anzeigengeschäfts könne überhaupt keine Rede sein. "Die Kritik ist in erster Linie wohl darauf zurückzuführen, dass Microsoft unsere Konkurrenten sind", so Schmidt. Bei Google Deutschland wollte man die Diskussion rund um die Doubleclick-Übernahme nicht weiter kommentieren. Dass der Erfolg Googles nicht zuletzt auch aufgrund derartiger Übernahmen wie YouTube oder Doubleclick in der Öffentlichkeit teilweise mit Argwöhnen verfolgt wird, will man beim Unternehmen gar nicht bestreiten. "Man muss sich natürlich auch kritischen Fragen stellen, zumal unser Erfolg mit dem Vertrauen der Nutzer steht und fällt", meint Google-Deutschland-Sprecher Stefan Keuchel gegenüber pressetext. Als Beispiel führte Keuchel die umstrittene Zensur von Suchergebnissen in China an. "Nicht Google zensiert die Ergebnisse, sondern die chinesische Regierung. Wir sorgen durch einen Hinweis allerdings dafür, dass die Suchmaschinen-Benutzer auf das Fehlen von Ergebnissen hingewiesen werden", erklärt der Google-Sprecher. Natürlich gehe es im Fall von China auch um die Grundsatzentscheidung, ob man als Unternehmen überhaupt vor Ort sein wolle und zu welchen Bedingungen. Was in der Diskussion hierzulande aber meistens ausgeblendet werde, sei, dass viele chinesischen Anwender sehr froh über das Google-Angebot und den dadurch eröffneten Zugang zu Information seien, so Keuchel. (Ende)
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