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Fr, 25.05.2012
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pte20070403003 Medien/Kommunikation, Computer/Telekommunikation
Warners Krieg gegen Filmpiraten
"Einfluss auf Konsumentenverhalten ist die beste Waffe"

Burbank (pte003/03.04.2007/06:15) - Das Hollywood-Filmstudio Warner verlässt sich im Kampf gegen die Filmpiraterie nicht nur auf die Strafverfolgung. Den illegalen Konsum von Filmproduktionen könnte man viel besser in den Griff bekommen, wenn man das Verhalten der Konsumenten ändere, ist Darcy Antonellis, die für Warner Brothers Entertainment die Einheit gegen die weltweite Filmpiraterie leitet, überzeugt. Die Filmindustrie befindet sich wie die Musikindustrie mitten in einer Zeit des Umbruchs, in der nahezu jedes Medium durch das Internet allgegenwärtig wird. Die Verbraucher, auf der anderen Seite, sind aufgrund von Webseiten wie YouTube immer mehr gewohnt, Inhalte kostenlos konsumieren zu können.

"Das auf globaler Ebene verbreitete Bewusstsein der Menschen, zu glauben es sei okay, die Inhalte umsonst zu bekommen, hat größere Auswirkungen als alles andere", sagt Antonellis in der New York Times. Filmstudios wie Warner befinden sich in der Zwickmühle, denn sie wollen einerseits ihre Inhalte online zur Verfügung stellen, schränken den Zugang jedoch ein, was vor allem das jüngere Publikum verschreckt. Die Musikindustrie ist da schon etwas weiter, da sie früher von Online-Piraterie betroffen war. Die Musikindustrie experimentiert auch schon mit gewagteren Ansätzen, wie das Beispiel von EMI zeigt, das gestern angekündigt hat, als erster großer Plattenkonzern auf Kopierschutzsysteme zu verzichten.

Die Filmindustrie kann aber nur beschränkt von der Musikindustrie lernen. "Die Vermarktungsstrukturen und das Verbraucherverhalten sind bei Film und Musik sehr unterschiedlich. Der Film ist ein 'Einmal-Medium', wohingegen ein Musiktitel öfter angehört wird", erklärt Jan Scharringhausen, Jurist bei der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) http://www.gvu.de , im pressetext-Gespräch. Er hält den Einsatz von Kopierschutz auf Filmen für sinnvoll. "Es ist doch besser Kopierschutz zu haben, als auf den Staatsanwalt zurückgreifen zu müssen", ist Scharringhausen überzeugt. Er warnt jedoch davor, die Problematik der Privatkopie mit der mit krimineller Energie betriebenen Piraterie als solcher durcheinander zu werfen, was in der Öffentlichkeit häufig geschehe.

Antonellis von Warner koordiniert in Burbank, London und Hongkong vier Teams, die gegen Piraterie kämpfen. Die Teams arbeiten auf mehreren Ebenen und beschäftigen sich nicht allein mit Piraterie, sondern auch mit rechtlichen Angelegenheiten. Auf der anderen Seite investiert Warner Millionen in die Untersuchung des Verhaltens von Konsumenten.

(Ende)

Aussender: pressetext.deutschland
Ansprechpartner: Linda Osusky
Tel.: +43-1-81140-317
E-Mail:
pressetext.deutschland
   
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