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Fr, 25.05.2012
pte20070315032 Medien/Kommunikation, Computer/Telekommunikation
Digitalwirtschaft klagt über Fachkräftemangel
BVDW-Präsident kritisiert Politik
Hannover (pte032/15.03.2007/13:51) - Die Digitalwirtschaft boomt, wird aber von einem chronischen Personalmangel geplagt. Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) http://www.bvdw.org mahnte heute, Donnerstag, auf der CeBIT, dass sich der Fachkräftemangel, vor dem der Verband bereits vor fünf Jahren gewarnt haben soll, dramatisch zugespitzt habe. BVDW-Präsident Arndt Groth kritisiert die Politik, die sich bei der Suche nach Lösungen als nicht sehr hilfreich erwiesen habe. "Allein nach der Politik zu rufen, hat sich als wenig effektiv herausgestellt. Wenn sich schnell etwas ändern soll, werden wir eigene Wege finden müssen", so Groth, der eine großangelegte Initiative unter Beteiligung von Bildungsträgern, Markteilnehmern und der öffentlichen Hand ankündigt. "Die Lage ist eigentlich noch dramatischer als wir sie vorhergesagt hatten. Damals hat uns niemand ernst genommen", betont BVDW-Sprecher Christoph Salzig im pressetext-Gespräch. Die Politik habe nicht nur nicht auf den Personalmangel reagiert, sondern sich auch in anderen Bereichen durch ihre Entscheidungen als Bremse für die Entwicklung der Digitalwirtschaft erwiesen, meint Groth. "Am deutlichsten zeigen das die Ausweitung der GEZ-Gebühren auf Unternehmen und Freiberufler, das starre Festhalten an einem anachronistischem Rundfunkstaatsvertrag sowie die populistische Debatte um die Speicherung von Verbindungsdaten", so Groth. Als besonders absurd bezeichnete er das Telemediengesetz, das Spamming in Deutschland unter Strafe stellt, obwohl 90 Prozent der Spam-Mails aus dem Ausland stammten (pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=070302033 ). Die Digitalwirtschaft konnte viele neue Arbeitsplätze schaffen. Die Zahl der Festangestellten sei durchschnittlich um 24 Prozent gestiegen, wie eine Umfrage unter Agenturen und Dienstleistern ergab. Die Schaffung neuer Arbeitsplätze sei auf das beschleunigte Wachstum in der Branche zurückzuführen. "Unternehmen müssen aber Aufträge abweisen, weil sie es personell nicht bewältigen", sagt Salzig. Das belaste den Wirtschaftsstandort Deutschland. Daher sei es wichtig im Bildungsbereich zu reagieren. "Im Rahmen der Initiative sollen Unternehmen und Bildungsträger näher gebracht werden", so Salzig weiter. Vor allem der Online-Werbemarkt, der klassische Online-Werbung, Suchwort-Vermarktung und Affiliate-Marketing umfasst, ist rasant gestiegen. Der Brutto-Werbeumsatz kletterte 2006 im Vergleich zum Vorjahr um 85 Prozent auf 1,9 Mrd. Euro. Für 2007 erwartet die Branche einen Anstieg um 33 Prozent auf 2,5 Mrd. Euro. Das E-Commerce-Endkundengeschäft ist um zwölf Prozent von 14,5 Mrd. Euro 2005 auf 16,3 Mrd. Euro 2006 gestiegen. (Ende)
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