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Sa, 11.02.2012
pte20070305029 Sport/Events, Unternehmen/Finanzen
Real Madrid: Sportlich Flop - Umsatz Top
Drei deutsche Vereine unter den Top 20
Düsseldorf (pte029/05.03.2007/13:45) - Real Madrid ist zumindest aus finanzieller Hinsicht der erfolgreichste Verein Europas. Dies geht aus der heute, Montag, veröffentlichten Deloitte Football Money League hervor. Mit einem Umsatzwachstum von sechs Prozent verfehlen die Spanier die 300-Mio.-Euro-Schallmauer mit 292,2 Mio. Euro für die Saison 2005/06 nur knapp. In den Top 20 finden sich auch drei deutsche Vereine wieder. Nationaler Spitzenreiter ist klarerweise Bayern München mit einem Umsatz von 205 Mio. Euro, gefolgt von Schalke (123 Mio. Euro) und dem Hamburger SV (102 Mio. Euro), der erstmals seit der Saison 2000/01 wieder in der Liste der 20 umsatzstärksten Vereine zu finden ist. "Die Einnahmen eines Proficlubs dürfen natürlich nicht allein zur Beurteilung der wirtschaftlichen Lage eines Vereins herangezogen werden, denn die Kostenseite und damit die Fähigkeit ein positives Ergebnis zu erzielen, ist nicht zu vernachlässigen", warnt Stefan Ludwig, Verantwortlicher der Sport Business Gruppe bei Deloitte. "Dennoch stellen die Umsätze einen Indikator für das wirtschaftliche Potenzial eines Vereins dar, das im Optimalfall durch ein konsequentes Kostenmanagement begleitet wird", so Ludwig. Wie viele Klubs aus der Top-20-Liste ein positives Ergebnis erwirtschaften, konnte Ludwig auf Nachfrage von pressetext leider nicht beantworten, da die meisten Klubs die für die Beurteilung notwendigen Daten nicht veröffentlichen. Aufsteiger der Saison und zugleich Zweiter in der Rangliste ist der FC Barcelona. Der Champions-League-Sieger darf sich über eine Steigerung des Umsatzes von 25 Prozent freuen und konnte Gesamterlöse im Wert von 259,1 Mio. Euro erzielen. Sowohl Real als auch Barcelona profitierten vor allem von erneuten Einnahmesteigerungen aus der dezentralen Verwertung der Übertragungsrechte der Ligaspiele. Auf dem dritten Platz folgt mit 251,2 Mio. Euro Juventus Turin. Die "alte Dame" weist jedoch das größte Ungleichgewicht zwischen den einzelnen Einnahmekategorien Spielbetrieb, Medienrechte und sonstige Einnahmen auf. Den dritten Platz werden die Turiner wohl nicht halten können, da der Zwangsabstieg deutliche wirtschaftliche Einbußen zur Folge haben wird. Zum ersten Mal seit der Erhebung der Studie musste Manchester United das Podest räumen. Mit 242,6 Mio. Euro reichte es "nur" zu Platz vier. Aufgrund der Steigerung der Stadionkapazität und des neuen Vertrags über die Übertragungsrechte in England ab der Saison 2007/08 spricht jedoch viel für ein Comeback in den Top 3. Bayern München konnte mit dem erstmaligen Sprung über die 200-Mio.-Euro-Marke (204,7 Mio. Euro Umsatz) seine Position unter den zehn besten Vereinen festigen. Zwar kann der deutsche Rekordmeister mit 42,8 Mio. Euro Erlösen aus dem Bereich Medienrechte den schlechtesten Wert der Top 10 verzeichnen. Die sonstigen Einnahmen, die sich im Wesentlichen aus Marketingeinnahmen zusammensetzen, erreichen mit 109,8 Mio. Euro den zweithöchsten Wert aller Vereine. Schalke 04 konnte seinen 14. Rang dank eines 25-prozentigen Umsatzwachstums auf 122,9 Mio. Euro verteidigen, der HSV steigerte seinen Umsatz um 36 Prozent auf 101,8 Mio. Euro und findet sich somit auf Platz 16 der Tabelle wieder. Die 20 umsatzstärksten Teams Europas erwirtschaften somit einen Gesamtumsatz von fast 3,35 Mrd. Euro und steigerten ihre Erlöse um durchschnittlich 9,8 Prozent. Zum Vergleich: In der ersten Ausgabe der Deloitte Football Money League in der Saison 1996/97 kamen die Clubs zusammen auf rund 1,2 Mrd. Euro. Ein Ende der Steigerung ist nicht abzusehen, bereits für 2006/07 erwartet Deloitte eine Verdreifachung der Werte von 1996/97 auf rund 3,6 Mrd. Euro. (Ende)
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