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pte20070301003 Computer/Telekommunikation, Unternehmen/Finanzen
Billig-Laptops: Supergünstig vs. Wirtschaftsstütze
Intel setzt auf lokale Bedürfnisse der Wachstumsmärkte
OLPC will einen Laptop pro Kind (Foto: laptop.org)
OLPC will einen Laptop pro Kind (Foto: laptop.org)

Santa Clara (pte003/01.03.2007/06:10) - Bei der Versorgung der Wachstumsmärkte mit Computern liefern sich derzeit zwei komplett unterschiedliche Ansatzmodelle einen Wettlauf um die IT-User von morgen. Das IT-Entwicklungsprojekt One Laptop per Child (OLPC) http://laptop.org hat sich mit einigen der weltgrößten Auftragsfertiger verbündet und setzt auf eine zentralisierte Produktion. Die Organisation des früheren MIT-Direktors Nicholas Negroponte konnte den Preis für einen Laptop auf 150 Dollar drücken und will vor allem die ärmsten Kinder damit versorgen. 2007 sollen pro Monat eine Mio. der Billig-Laptops hergestellt werden.

"OLPC hat das Ziel, die Zahl der Kinder, die über einen angeschlossenen Laptop verfügen, zu steigern", zitiert das Branchenportal Cnet Negroponte. Intel dagegen sehe Kinder als Markt, wirft Negroponte dem Chipriesen vor. Die PCs, die auf der Vorlage von Intels Classmate PC basieren, sollen in diesem Jahr für etwa 300 Dollar über die Ladentische gehen. Im Gegensatz zum OLPC-Projekt arbeitet Intel allerdings vorrangig mit lokalen Herstellern zusammen. "Wir unterstützen damit zum einen die lokale IT-Wirtschaft und sorgen außerdem dafür, dass die User auf Service-Unterstützung zurückgreifen können", erklärt Intel-Sprecher Hans-Jürgen Werner gegenüber pressetext. Ein sehr günstiges Gerät verlange Einschränkungen, die nicht sein müssen, kontert Intel die Negroponte-Kritik.

Nach dem erfolgreichen Test des Classmate PCs in Nigeria und Brasilien ist Ende Januar die Massenproduktion angelaufen. Bereits in den kommenden Wochen soll der Billig-Laptop in mehr als 30 weiteren Ländern verfügbar sein, betont Werner. Die Computer sollen nach Intel-Ansicht dazu beitragen, den Menschen in den Wachstumsmärkten in punkto Ausbildung und Arbeitsplatz bessere Einstiegschancen zu bieten. "Wir glauben nicht, dass man das Problem einspurig angehen kann", meint Werner im pressetext-Gespräch.

Im Rahmen seines im Vorjahr vorgestellten Investitionsprogramms "World Ahead" setzt Intel neben der Entwicklung erschwinglicher Computer auf die Verbreitung von Highspeed-Internetzugängen sowie die Fortbildung der Lehrer. Ingesamt eine Mrd. Dollar will Intel in den kommenden fünf Jahren investieren (pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=060502032 ). Dabei will der Branchenprimus speziell die lokalen Marktbedürfnisse bedienen. Dazu hat Intel Forschungs- und Entwicklungszentren etwa in China, Indien, Lateinamerika und dem Nahen Osten eingerichtet. Eines der ersten Ergebnisse ist etwa ein auf den indischen Markt zugeschnittener PC. Das Gerät kann mit alternativen Stromquellen etwa mit einer Autobatterie betrieben werden und ist im Vergleich zu herkömmlichen PCs staub- und wasserresistenter.

(Ende)

Aussender: pressetext.deutschland
Ansprechpartner: Jörn Brien
Tel.: +43-1-81140-318
E-Mail:
pressetext.deutschland
   
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