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Fr, 25.05.2012
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pte20070228031 Medien/Kommunikation, Kultur/Lifestyle
Artes "Qualität vor Geld"-Konzept lohnt sich
Oscar und Cesars gehen an Koproduktionen des Kultursenders
Preisregen für Arte-Koproduktionen
Preisregen für Arte-Koproduktionen

Strassburg (pte031/28.02.2007/13:52) - Die Förderpolitik von Kinofilmen des deutsch-französischen Kultursenders Arte http://www.arte.tv ist am Wochenende reichlich belohnt worden. Fünf Cesars gingen an "Lady Chatterley" und der Oscar für den besten ausländischen Film an "Das Leben der anderen", beides Filme, die Arte koproduziert hat. Mit diesen Auszeichnungen wird nicht nur der Erfolg von Artes Förderkonzept bestätigt. Es nimmt gleichzeitig Kritikern des Senders, die dessen elitäre Filmauswahl unter Beschuss nahmen, Wind aus den Segeln. "Es stimmt, dass wir stets der Qualität des Szenarios eines Films eine höhere Priorität einräumen, als der potenziellen Zuschauerzahl, die der Film anziehen könnte", sagt Jerome Clement, Direktor von Arte, in der Le Monde.

Artes französische Hälfte gibt jährlich zwölf Mio. Euro für die Koproduktion essayistischer und Kunstfilme aus dem In- und Ausland aus. Im Schnitt kommen rund 30 Filme in den Genuss finanzieller Förderungen in der Höhe zwischen 250.000 und 350.000 Euro bei einem Gesamtbudget von drei bis vier Mio. Euro. Dabei sieht sich Arte als Entdecker von Talenten und lehnt die Koproduktion von Filmen etablierter Regisseure kategorisch ab. "Aus diesem Grund haben wir es im vergangenen Jahr abgelehnt, uns an der Finanzierung der Filme der Regisseure Resnais oder Rohmer zu beteiligen", so Clement. France Television http://www.francetelevisions.fr hält für Kinoproduktionen ein Budget von über 30 Mio. Euro bereit.

Regisseure wie Francois Ozon oder Lars von Trier haben es unter anderem Arte zu verdanken, dass sie heute mit größeren Partnern wie France Television zusammenarbeiten und damit größere Projekte realisieren können. Jährlich landen 500 Filmprojekte bei Artes Förderkomitee. Auf der deutschen Seite wird über die Förderung von Filmen bei den öffentlich-rechtlichen Sendern ZDF http://www.zdf.de und WDR http://www.wdr.de entschieden. Zusätzlich gibt es noch eine Extra-Förderschiene für ehrgeizigere Projekte, bei der zwei bis drei Projekte mit durchschnittlich 600.000 Euro finanziert werden. Mit dieser Förderung entstand etwa der Film "Gabrielle" von Patrice Chereau. Weitere Projekte, die im Rahmen dieser Förderschiene entstehen, umfassen Spielfilme des israelischen Regisseurs Amos Gitai und des Russen Pavel Lounguine.

Dass sich Qualität trotz der zu erwartenden geringeren Zuschauerzahlen lohnt, davon ist auch der neue ORF-Direktor Alexander Wrabetz überzeugt, der kürzlich die Schema-Reform des ORF vorgestellt hat (pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=070227004 ). Darin sind wesentliche Umstrukturierungen vor allem bei ORF1 vorgesehen. Wrabetz nimmt den Verlust von Marktanteilen in Kauf, wenn es der Profilschärfung des Senders diene. Die Profilschärfung, die er mit anspruchsvollerem Programm und mehr Information erreichen zu gedenkt, sei für die öffentlich-rechtlichen Sender in einem sich dramatisch verschärfenden Wettbewerbsumfeld ein bedeutender Faktor.

(Ende)

Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Linda Osusky
Tel.: +43-1-81140-317
E-Mail:
pressetext.austria
   
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