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Sa, 11.02.2012
pte20070226025 Computer/Telekommunikation, Medien/Kommunikation
YouTube überprüft digitalen Fingerabdruck von Videos
Copyright-Filter soll Unternehmen aus der Schusslinie nehmen
Los Angeles (pte025/26.02.2007/13:39) - Das von der Unterhaltungsindustrie unter Druck geratene Videoportal YouTube plant einen Befreiungsschlag. Um besser gegen illegales Filmmaterial vorgehen zu können, plant das von Google gekaufte Unternehmen die Implementierung einer Filter-Software. Diese überprüft neu eingestellte Videos auf ihren digitalen Fingerabdruck. Findet sich dieser in der Datenbank als urheberrechtlich geschütztes Material wieder, blockiert die Software den entsprechenden Clip automatisch. US-Medienberichten zufolge setzt YouTube dabei auf eine Software des Herstellers Audible Magic http://www.audiblemagic.com , der erst vor wenigen Tagen eine ähnliche Kooperation mit dem Communityportal MySpace beschlossen hat. YouTube war in den vergangenen Wochen und Monaten immer stärker unter Beschuss geraten, nachdem ein Filmstudio nach dem anderen beziehungsweise auch eine Reihe von TV-Sendern die Existenz von geschütztem Material auf der Plattform kritisierten. Neben gerichtlichen Vorladungen durch den US-Sender Twentieth Century und mehreren gescheiterten Kooperationsversuchen mit CBS und NBC (pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=070221026 ) versucht Inhaber Google nun offensichtlich aktiv mit der Filter-Software gegenzusteuern. Bisher hatte man nur stets versichert, Copyright-Verletzungen nicht zu tolerieren und entsprechenden Vergehen bei Beschwerden nachzugehen. Weder Audible Magic noch YouTube haben die Kooperation bisher offiziell bestätigt. Audible Magic arbeitet eng mit Plattenfirmen und anderen Medienkonzernen zusammen. Wollen Unternehmen ihr Material schützen, überliefern sie dem Unternehmen einen digitalen Fingerabdruck der zu schützenden Musik- oder Videoausschnitte. Diese werden in einer Datenbank gesammelt und kommen automatisiert zum Abgleich, wenn neues Video- oder Soundmaterial ins Netz gestellt wird. Unklar ist derzeit noch, ob die Filterlösung ausschließlich auf dem Erkennen spezifischer Audiomerkmale aufbaut, oder auch Bildanalyse-Verfahren zum Einsatz kommen (pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=070219023 ). (Ende)
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