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Mo, 13.02.2012
pte20070215033 Medien/Kommunikation, Politik/Recht
YouTube liefert Videopiraten an US-Sender aus
TV-Sender laufen auch wegen altem Fernsehmaterial Sturm
San Francisco (pte033/15.02.2007/13:53) - YouTube hat dem Ersuchen des TV-Senders Twentieth Century Fox nachgegeben, persönliche Accountdaten über einen YouTube-Anwender weiterzugeben. Fox war vor drei Wochen mittels einer gerichtlichen Vorladung gegen YouTube vorgegangen, weil ein User mehrere Folgen der TV-Serie "24" auf das Videoportal hochgeladen hatte (pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=070125034 ). Besonders brisant aus Sicht des Senders war dabei gewesen, dass die Folgen noch vor der vorgesehenen Primetime-Premiere der sechsten Staffel bereits über YouTube ihre Verbreitung fanden. In einem E-Mail an das US-Nachrichtenportal Internetnews hat der US-Sender nun erstmals offiziell bestätigt, dass die YouTube-Betreiber sich kooperativ zeigten und mit den Anwenderdaten herausgerückt sind. Diese waren kurz nach Auffliegen des Vorfalls nicht mehr abrufbar, da der Anwender unter dem Pseudonym "ECOtotal" seinen Account gelöscht hatte. Durch das Weitergeben der Anwenderinformationen hat YouTube einmal mehr gezeigt, dass man bei Beschwerden wegen illegalem Videomaterials nicht davor zurückschreckt, Anwenderdaten an die Beschwerdeführer weiterzugeben. In besagtem Fall geht es dabei nicht nur um das Hochladen der brisanten "24"-Folgen, sondern auch um einige mehrere Jahre alten Clips der Foxserie "Die Simpsons". Mit der gezeigten Kooperationsbereitschaft will YouTube auch Industriekritiker beruhigen, die den Videoportal-Betreibern vorwerfen, von illegalem Bildmaterial zu profitieren. Erst Anfang dieses Monats hatte Viacom YouTube aufgefordert, rund 100.000 Videoclips von Fernsehsendern wie MTV oder Comedy Central aus dem Portal zu entfernen. YouTube hat sich auch in diesem Fall kooperationswillig gezeigt, den Schritt gleichzeitig aber auch bedauert. "Es ist schade, dass Viacom nicht länger von YouTubes passionierter Fangemeinde profitieren wird", so ein YouTube-Sprecher. Gleichzeitig wird bezweifelt, ob YouTube die fraglichen Inhalte tatsächlich dauerhaft aus dem System entfernen kann. (Ende)
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