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Fr, 25.05.2012
pte20070212024 Computer/Telekommunikation, Forschung/Technologie
Supercomputer in Fingernagelgröße - CPU mit 80 Kernen
Intel-Prototyp erreicht Performance im Teraflops-Bereich
Feldkirchen (pte024/12.02.2007/12:50) - Der Halbleiterhersteller Intel hat einen Prozessor mit 80 Kernen angekündigt. Damit sei es gelungen die Rechenleistung eines Supercomputers auf einer Fläche zu realisieren, die nicht größer ist als ein Fingernagel, so das Unternehmen in einer entsprechenden Aussendung. Der vorgestellte Prototyp erreicht eine Performance im Teraflops-Bereich, verbraucht dabei mit 62 Watt jedoch weniger Energie als die meisten aktuellen CPUs für den Desktop-Bereich, hieß es. Technische Einzelheiten will Intel in dieser Woche auf dem jährlichen Branchentreff Integrated Solid State Circuits Conference (ISSCC) http://www.isscc.org/isscc in San Francisco vorstellen. Der Chip verfügt über ein innovatives Design aus einer Vielzahl einzelner Einheiten, sogenannte Tiles. Die kleineren Cores werden hierbei als Tiles auf dem Chip repliziert. Dadurch werde es vereinfacht, einen Prozessor mit vielen Rechenkernen zu entwerfen. "Der Teraflops-Chip verfügt über eine vermaschte Architektur, die ein Netzwerk auf dem Chip bildet", erläutert Intel-Sprecher Martin Strobel im Gespräch mit pressetext. Diese Architektur ermöglicht zwischen den Cores eine Kommunikation mit Terabit-Geschwindigkeit. Darüber hinaus wurden auch Methoden erforscht, die Cores voneinander unabhängig ein- und auszuschalten. Dadurch werden nur die Kerne benutzt, die tatsächlich zur Erledigung einer bestimmten Aufgabe gebraucht werden. Dies ermöglicht eine höhere Energieeffizienz. Der Chip ist für reine Gleitkommaoperationen entworfen worden und zunächst ein reines Forschungsprojekt, das Intel in dieser Form nicht auf den Markt bringen wird. Die Entwicklungsarbeiten im Teraflops-Bereich spielen jedoch eine wichtige Rolle bei der Erforschung neuer Funktionen von Prozessoren und Rechenkernen, so Intel. Sie geben Aufschluss darüber, welche Verbindungen von Chip zu Chip und von den Chips zum Computer für einen optimalen Datentransport notwendig sind. "Anhand dieses Chips wollen wir Fragen klären, was mit so vielen Kernen alles möglich ist und wie die Datenmengen handzuhaben sind", so Strobel. Ein Ansatz sei, beispielsweise einzelnen Kernen bestimmte Applikationen zuzuordnen. In welche Richtung die Forschung die Technik tatsächlich weiterbringen wird, sei schwer anzuschätzen, meint Strobel. Jedoch weise die Entwicklung auf eine System-on-Chip-Lösung (SOC) hin. "Hierbei werden viele Funktionen, die aktuell vom Mainboard übernommen werden, in den Chip integriert, wodurch das Gesamtsystem verkleinert wird", führt Strobel aus. Teraflops-Rechenleistung und Datenübertragungsraten im Terabyte-Bereich würden für künftige Computer eine entscheidende Rolle spielen. Künstliche Intelligenz, Video-Kommunikation in Echtzeit, fotorealistische Spiele, Multimedia Data Mining und Spracherkennung könnten damit zum PC-Alltag werden. Noch wichtiger seien jedoch die Erkenntnisse für die Software-Entwicklung, hieß es. Programme für Teraflops-Chips müssen vollkommen neu entworfen werden, um die Leistung der zahlreichen Rechenkerne auszunutzen. (Ende)
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