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pte20070208022 Medien/Kommunikation, Politik/Recht
Razzia: Ende für 205 chinesische Websites
"Problem wird nicht an der Wurzel gepackt"
Peking (pte022/08.02.2007/11:43) - Chinesische Behörden haben nach einer Razzia 205 Websites geschlossen, die illegale Kopien verbreitet hatten. "Die Piraterie geistigen Eigentums im Internet schadet ernsthaft den Interessen der Urheberrechtsinhaber, was zu einer großen Anzahl von Streitigkeiten geführt hat und daher die Ordnung im Internet zerstört", sagte Yan Xiaohong, stellvertretender Direktor der chinesischen Kopierschutzbehörde, vor Journalisten in Peking. Für Heinz Kordy von der Auslandsgesellschaft Nordrhein-Westfalen http://www.agnrw.de sind diese Bemühungen aber nur ein Tropfen auf den heißen Stein, denn die rechtliche Lage in China erlaube den chinesischen Behörden mehr Handlungsspielraum als in westlichen Industrieländern. "Es weist nichts darauf hin, dass das Problem an der Wurzel gepackt wird", sagt Kordy gegenüber pressetext. Im Gegensatz zu Deutschland oder Österreich seien die Provider in China für Inhalte von Websites verantwortlich, erklärt Kordy (http://www.pte.at/pte.mc?pte=070118017 ). Aber diese Pflicht werde von den Providern scheinbar nicht so ernst genommen. Die Razzia dauerte von Ende September bis Januar an. Untersucht wurden 436 Fälle, von denen 130 auf Ersuchen ausländischer Industrieverbände erfolgten. Die rund 843.000 chinesischen Websites werden von 140 Mio. Usern genutzt, womit China den weltweit zweitgrößten Internetmarkt darstellt. Yan weigerte sich zu schätzen, wie viele dieser Websites über illegal kopierte Inhalte verfügen oder diese verbreiten, berichtet Reuters. Yan bat die ausländischen Geschäftspartner um Verständnis und betonte, dass China ernsthaft an der Sache arbeite. "Da sich das Internet so schnell entwickelt wird es in China, wie auch anderswo, eine Zeit lang brauchen das in den Griff zu bekommen", sagt er weiter. Bei der jüngsten Razzia wurden Geldbußen in der Höhe von 705.000 Yuan (70.061 Euro) fällig, 71 Server wurden konfisziert und sechs Fälle an Gerichte weitergeleitet. In einem Fall kam es zu einer Verurteilung, so Yan. (Ende)
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