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Mo, 13.02.2012
pte20070208003 Medien/Kommunikation, Kultur/Lifestyle
Gratistitel lassen globalen Zeitungsmarkt wachsen
Negative Stimmung vs. Neuerscheinungen
London (pte003/08.02.2007/06:15) - Die weltweiten Zeitungsauflagen sind im Jahr 2005 weiter gestiegen. Wie die World Association of Newspapers (WAN) http://www.wan-press.org bekannt gegeben hat, wurde erstmals die Marke von 10.000 Titeln überschritten. Entgegen der allgemein gedämpften Stimmung kletterten die globalen Auflagen um 2,36 Prozent und auch die Anzahl von neuen Titeln in Europa und Nordamerika hat zugelegt. "Die gesteigerten Zeitungsauflagen sind vor allem auf die zunehmende Verbreitung von Gratistiteln zurückzuführen", sagt Anja Pasquay, Pressesprecherin vom Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger, im Gespräch mit pressetext. Für Deutschland treffe dieser Trend allerdings nicht zu, hier gebe es auch keine Gratiszeitungen, so Pasquay weiter. Laut WAN wurden im Jahr 2005 weltweit im Schnitt mehr als 450 Mio. Zeitungen täglich verkauft. Die Gesamtzahl der Kaufzeitungen stieg auf 10.104 Titel. Ein Plus von 13 Prozent im Vergleich zum Jahr 2001. Die Gratiszeitungen konnten ihre Auflagen im selben Zeitraum allerdings mehr als verdoppeln. 2001 lagen diese bei zwölf Mio., 2005 bereits bei 28 Mio. Stück. Zudem verzeichnete die WAN im Jahr 2005 über 1,4 Mrd. zahlende Leser rund um den Erdball. Auflagenrückgänge seien besonders in den USA und Großbritannien als endgültig interpretiert worden, aber das sei absolut nicht zutreffend, meint Larry Kilman, WAN Director Communications. Es habe eine Unterscheidung zwischen Kauf- und Gratiszeitungen gegeben und die Stärke von Printmedien sei dabei - vor allem in Europa - gar nicht bemerkt worden. Nun beginne aber langsam ein Umdenken. Innerhalb von fünf Jahren registrierte die WAN immerhin eine weltweite Auflagensteigerung von 9,95 Prozent. Auch wenn die Zahlen in Deutschland leicht rückläufig sind, sei die Stimmung trotzdem zuversichtlich. "Die letzten Jahre waren schwierig, aber die Zeitungshäuser haben viel unternommen und können aufgrund der allgemeinen wirtschaftlichen Lage künftig auch wieder auf eine Erholung am Anzeigenmarkt hoffen", meint Pasquay gegenüber pressetext. In Österreich hat erst im vergangen Jahr die neue Kaufzeitung "Österreich" das Licht der Welt erblickt, die nun mit einer parallelen, abgespeckten Gratisversion um gute Auflagenzahlen kämpft. Und trotz schwieriger Rahmenbedingungen zeigen sich die Macher optimistisch. Ob die Rechnung tatsächlich aufgehen wird, lässt sich wohl erst in einigen Jahren beantworten. (Ende)
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