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Sa, 11.02.2012
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pte20070207002 Medien/Kommunikation, Politik/Recht
Großbritannien: "Keine Junk-Food-Werbung vor 21 Uhr"
Zwei Mio. übergewichtige Kinder in Deutschland
(c) KiGGS
(c) KiGGS

London (pte002/07.02.2007/06:15) - Britische Parlamentsabgeordnete haben gemeinsam mit Aktivisten Druck auf die Regierung ausgeübt, um härtere Bestimmungen für Junk-Food-Werbung durchzusetzen. Sie unterstützen einen privaten Initiativantrag, dessen Werberegulierung weiter geht, als die der britischen Medienaufsichtsbehörde Ofcom http://www.ofcom.org.uk . Im Gespräch ist ein Verbot von Junk-Food-Werbung im Fernsehen bis 21 Uhr, berichtet der Media Guardian. Das Verbot soll helfen die Gesundheit der Kinder und Jugendlichen vor den Gefahren von Übergewicht und Fettleibigkeit zu schützen.

Baroness Thornton von der Labour-Partei, die den Antrag eingereicht hat, ist überzeugt, dass der Gesetzesentwurf, sollte er durchgehen, einen bedeutenden Beitrag zur Verbesserung der Gesundheit bei Kindern darstellen werde. "Mit der Absicht die Werbung von Markennahrungsmitteln zu kontrollieren, schränkt der Entwurf Werbung von Lebensmitteln mit hohen Fett-, Salz- und Zuckerwerten ein", so Thornton. Ofcom verschärfte zwar bereits im November die Werbebestimmungen, jedoch gehen sie den Gesundheitsaktivisten nicht weit genug. Die Fernseh- und Werbebranche hingegen ist empört über die Einführung der Werbeverbote und befürchtet dadurch finanzielle Einbußen zu erleiden (pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=060630018 ).

Das deutsche Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) http://www.bmelv.bund.de hält dagegen nicht viel von einem Werbeverbot. "Ein Werbeverbot allein bewirkt nichts gegen Fettleibigkeit. Statt auf Verbote setzen wir lieber auf unterschiedliche Maßnahmen, die Freude an gesunder Ernährung und sportlicher Bewegung bewirken", erklärt Ursula Huber, Sprecherin beim Verbraucherschutzministerium, gegenüber pressetext. Es seien auch in Zukunft keine Werbeeinschränkungen geplant, sagt sie weiter. Hingegen setze man auf das Verantwortungsbewusstsein der Wirtschaft. Im Rahmen der Maßnahmen des BMELV soll im kommenden Schuljahr die bundesweite Aktion "Ernährungsführerschein" an Schulen gestartet werden, so Huber weiter.

Die erste repräsentative Studie zum Thema Übergewicht bei Kindern in Deutschland des Robert-Koch-Instituts http://www.rki.de ergab, dass 1,9 Mio. Kinder zwischen drei und 17 Jahren übergewichtig sind. "Obwohl es keine zuverlässigen Referenzdaten gibt, können wir davon ausgehen, dass die Häufigkeit von Übergewicht bei Kindern im Vergleich zu den 80er und 90er Jahren um 50 Prozent zugenommen hat", unterstreicht Michael Thamm, Arzt und Mitarbeiter der Studie. Die Zahl der adipösen, also stark übergewichtigen, Kinder habe sich sogar verdoppelt, so Thamm weiter.

(Ende)

Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Linda Osusky
Tel.: +43-1-81140-317
E-Mail:
pressetext.austria
   
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