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Fr, 25.05.2012
pte20070206029 Bildung/Karriere, Unternehmen/Finanzen
Der Weg zu neuen Mitarbeitern führt über das Internet
Spartensender setzt auf verfilmte Stellenanzeigen
Bonn/Berlin (pte029/06.02.2007/11:20) - Den positiven Wirtschafts- und Arbeitsmarktdaten des Jahresbeginns steht noch immer ein Fachkräftemangel in vielen Branchen gegenüber. Zwar sehen die tausend größten deutschen Unternehmen optimistisch auf das Jahr 2007 und rund ein Drittel von ihnen plant Neueinstellungen zwischen 100 und 500 Mitarbeitern. Dennoch machen fast alle für das laufende wie für die kommenden Jahre einen Mangel an qualifizierten und jungen Fachkräften über alle Branchen hinweg aus. Das ist ein Ergebnis der Studie Recruiting Trends 2007, die die Universitäten Frankfurt am Main und Bamberg sowie das Online-Karriereportal Monster Worldwide http://www.monster.com vorgestellt haben. Die zunehmende Knappheit an qualifizierten Bewerbern bedeute für viele Unternehmen mehr Anstrengungen bei der Mitarbeitersuche, erläuterte Monster-Geschäftsführer Davide Villa. Er erwartet daher einen noch stärkeren Einsatz von elektronischen Bewerbermanagement-Verfahren und Zuwächse im internationalen Recruiting. Laut der vorliegenden Untersuchung führt der Weg zu neuen Mitarbeitern zuerst über das Internet. "Zwei von drei Einstellungen in deutschen Großunternehmen resultieren aus Online-Anzeigen. Die Tendenz ist auf jeden Fall steigend", berichtet der Deutschlandfunk http://www.dradio.de . "Sowohl der Anteil der auf den Unternehmens-Websites oder in den Internet Stellenbörsen veröffentlichten Stellenanzeigen als auch der Anteil der Einstellungen - der Trend ist ganz klar: es wird immer digitaler", zitiert der Sender Tim Weitzel, Professor für Informationssysteme in Dienstleistungsbereichen an der Universität Bamberg http://www.uni-bamberg.de . Die Digitalisierung von Kandidatenansprache und Bewerbungseingang werde immer mehr zu einem wichtigen Grundstein für die Personalbeschaffung und das integrative Personalmanagement der Zukunft, so der Wissenschaftler. Dieser Entwicklung werde sich auch der Mittelstand kaum entziehen: "Wir erwarten, dass die kleinen und mittelständischen Unternehmen die aktuellen Entwicklungen im E-Recruiting der Großunternehmen mit nur etwa drei bis fünf Jahren Verzögerung nachholen werden". Erstmals seit Durchführung der Recruiting Trends gibt mit 56,8 Prozent mehr als die Hälfte der Großunternehmen an, elektronische Bewerbungen den klassischen Bewerbungsmappen vorzuziehen. Diese Präferenz entspricht offensichtlich den Bedürfnissen der Bewerber: Der Anteil der elektronischen Bewerbungen steigt weiter und mit 51,3 Prozent ist nun mehr als jede zweite eingehende Bewerbung elektronisch. "Für die potentiellen Bewerber wird das Geschäft der Bewerbung erstmal wesentlich einfacher", bestätigt Marcus Fischer, zuständig für Personalmarketing bei den Neuen Medien beim Autobauer Audi http://www.audi.de dem Deutschlandfunk. Michael Zondler, Regional Manager Süd des Düsseldorfer Beratungshauses Harvey Nash http://www.harveynash.de , sieht in dem Angebot von Job-TV24 neben interaktiven Netzwerken eine weitere Möglichkeit, sich sowohl als Bewerber wie als Unternehmen zu präsentieren. Daneben setzt er auf die verstärkte Nutzung von Internetforen und Networking-Plattformen. "Unser Unternehmen nutzt beispielsweise intensiv Xing oder LinkedIN, weil man sich hier als Professional positionieren und profilieren kann. Die direkten Kontaktmöglichkeiten eignen sich zur Rekrutierung potenzieller neuer Mitarbeiter oder auch als Expertennetzwerk." Die klassische Anzeigenschaltung hält er dagegen in Zeiten von Web 2.0 für überarbeitungsbedürftig. Hier werden künftig multimediale Inhalte integriert - zudem werde die Möglichkeit diskutiert, beispielsweise eine Chatbox in die Online-Anzeige zu integrieren. "So kann ein potenzieller Bewerber völlig unkompliziert in den ersten Kontakt mit seinem zukünftigen Arbeitgeber einsteigen", so Zondler gegenüber pressetext. Die Filme bei Job-TV24, so Rainer Ungehör, könnten natürlich ebenfalls über das Internet abgerufen und außerdem sehr zielgerichtet eingesetzt werden: Über vernetzte Internetportale von Universitäten, Ministerien oder Zeitungen beispielsweise sei es möglich, die von Job-TV24 gefilmten Stellenanzeigen so zielgruppengenau zu platzieren wie in keinem anderen Medium. 70 Prozent des Umsatzes macht der Sender bereits mit den Stellenanzeigen in Form von Videoclips, die für das Internet produziert werden. (Ende)
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