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Fr, 25.05.2012
pte20070112002 Computer/Telekommunikation, Produkte/Innovationen
iPhone: Schlacht um Europa beginnt
Gartner: "Geräte nur ein Teil der Erfolgsstrategie"
San Francisco/München (pte002/12.01.2007/06:05) - Kaum angekündigt, hat die Schlacht der Netzbetreiber um den exklusiven Vertrieb von Apples iPhone in Europa voll eingesetzt. So berichtet etwa die britische Tageszeitung "The Times", dass der spanische Telekomkonzern Telefonica http://www.telefonica.es sich bereits in Verhandlungen mit Apple befinde. Der Zeitung zufolge will Apple das US-Vertriebsmodell mit einem Exklusivanbieter (Cingular) auch auf Europa beziehungsweise die jeweiligen Länder übertragen. Neben Telefonica werden auch Vodafone und T-Mobile als multinationale Vertriebskandidaten genannt, die als Exklusivpartner für das Ende 2007 erwartete Gerät in Frage kommen. "Das ist reinste Spekulation", kommentiert Gartner-Analyst Martin Gutberlet http://www.gartner.de im Gespräch mit pressetext die derzeitigen Medienberichte. Der europäische Markt sei viel komplexer und folglich auch in keinster Weise mit dem US-amerikanischen vergleichbar, denn dort gäbe es gerade einmal drei große Netzbetreiber, so Gutberlet weiter. Auch falle die fehlende UMTS-Unterstützung in Europa weitaus stärker ins Gewicht. Er rechne zum jetzigen Zeitpunkt daher eher nicht mit einem Exklusivanbieter für das iPhone in Europa, wenngleich eine derartige Partnerschaft für die großen Netzbetreiber sicherlich nicht uninteressant sei, betont Gutberlet. In den USA ist indes eine hitzige Diskussion darüber entflammt, ob die Abkehr vom bewährten direkten Vertriebsmodell hin zum Vertrieb über Dritte Apple beim iPhone-Projekt ins Schleudern bringen könnte. Häme erntete Apple unter anderem auch von Nokia für die Ankündigung 2008 rund zehn Mio. iPhones verkaufen zu wollen. Allein im vergangenen Jahr habe man im Mobilbereich fast 70 Mio. Musik-Handys verkauft, so Nokia-Sprecherin Kari Tuuti gegenüber Spiegel Online. Auch führe man mit dem Multimediahandy N91 bereits jetzt ein Telefon mit acht Gigabyte Speicher im Programm, was ein Jahr Vorsprung auf das iPhone bedeute, so Tuuti. Ungeachtet einiger Kritikpunkte wie der fehlenden UMTS-Unterstützung sowie der Problematik, dass sich der Akku des iPhones nicht austauschen lässt, ist Gartner-Analyst Gutberlet überzeugt, dass das iPhone die Latte für Smartphones neu setzt. Vor allem das zukunftsweisende Interface sowie dessen Bedienungsmöglichkeiten würden eindeutig für Apple sprechen. Positiv vermerkte Gutberlet auch die enge Entwicklungskooperation mit Google und Yahoo. Was das von einigen Kommentatoren als wenig ambitioniert bezeichnete Verkaufsziel von zehn Mio. Geräten betrifft, gibt der Gartner-Experte zu bedenken, dass der Verkauf von Geräten ja nur einen Teil des Geschäftsmodells ausmache. "Apple profitiert im Gegensatz zu anderen Herstellern weitaus mehr von der Zubehörindustrie. Dazu kommen die Verkäufe über den eigenen iTunes-Store", so Gutberlet gegenüber pressetext. (Ende)
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